Castaway

PROLOG 

Manch einer von euch wird bei diesem vorletzten/letzten Blogeintrag vielleicht ein bisschen die Sorgfalt vermissen. Ich dachte ich werde evtl. so eine eine Art Rohfassung hochladen da ich meine Reise und somit auch meine Einträge beende , und zu Hause nicht über meine Reise weiterschreiben möchte , sondern es damit gut sein lassen will. Aber ich hätte zuletzt  Zeit auf Tahiti gehabt aber ich habe hier im Pazifik echt schlechtes Internet und manchmal lädt es Bilder hoch, dann wieder nicht oder nur vielleicht doch.. …Ich werde diesen Beitrag aber nicht mehr  wirklich korrigieren / lesen/ bearbeiten oder so…also hoffentlich sind nicht allzu viele Fehler drinnen und er ist trotzdem in allem  so halbwegs akzeptabel…., weil auch ziemlich viel wieder an TXT und JPG`s….da es doch jetzt nicht nur über einen Zeitraum von 14 Tagen geht.

DCIM/100MEDIA/DJI_0474.JPGimg_2588dji_0464Wanderung UA POU-88dji_0014

Französisch Polynesien segeln-7995Französisch Polynesien segeln-7922Postschiff I-2330Postschiff I-2270Französisch Polynesien segeln-7911img_2543Französisch Polynesien segeln-7399Französisch Polynesien segeln-1639

Wanderung UA POU-82DCIM100MEDIADJI_0177.JPGDCIM100MEDIADJI_0189.JPG

Französisch Polynesien segeln-1762

Französisch Polynesien segeln-2-2

 

Postschiff I-2430Postschiff I-2249

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Bora Bora-7865DCIM/PANORAMA/100_0425/DJIPostschiff I-2772Postschiff I-2571Postschiff I-2252Postschiff I-2104Postschiff I-87

Postschiff I-2370

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Postschiff I-2557

Bora Bora Drohnenrest und Panorama--3COOK ISLANDS

Castaway Resort, da bin ich jetzt um 02:00 nach ca 36h Anreise gelandet. Castaway ( heißt übersetzt verschollen…musste auch nachlesen ) so heißt der Film mit Tom Hanks, wo er nach einem Flugzeugabsturz auf einer Gott verlassenen Insel gelandet ist. ..die Bar hier heißt übrigens „ Wilson Bar“ auch nicht unoriginell, wenn man weiß dass dies der Name des  Balls  war mit dem Tom Hanks in seiner Einsamkeit die Konversation geübt hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ja, das mir. Zuletzt als Beach Boy in der Südsee gelandet. Ich,  der eigentlich mit Sonne , Sand und  Strand   nicht so wirklich viel anfangen kann. Aber ich wollte und will es wissen. Zum Abschluss noch das Meer. 

RAROTONGA

In den letzten zwanzig Jahren sind angeblich die Hälfte der Insulaner von den Cooks  abgerissen, haben sich nach Neuseeland verabschiedet. Warum wohl ? Ich kämpfe erneut mit der Datumsgrenze, und wo geht jetzt die Sonne wirklich auf , auf der Südhalbkugel auch im Osten ?  usw…also das mit der Datumsgrenze gehört beim Planen echt stark bedacht sag ich euch……

Ich mache eine Inselrundfahrt, einen Insel Querfeldein Treck, das geplante Treffen mit dem hiesigen Medizin  – Mann hat leider nicht geklappt, sie haben mich zu einem anderen Treffpunkt gefahren. Schade, denn ich habe ihn am Ende meines Aufenthaltes kurz gesehen. Wäre eine Fotostrecke wert gewesen.

In Rarotonga habe ich Leute getroffen ( beim Querfeldein Treck durch die Insel ) welche nur auf Rarotonga bleiben und sich sonst nirgends hin bewegen und den ganzen weiten Weg von Europa hierher machen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren dass es sich hier nur um fehlgeleitete Vorstellungen über die Südsee handeln kann. Dass alle Inseln hier in der Südsee so aussehen aus wie aus einem Bounty Prospekt. Es sind auch erfahrene Traveller hier dabei , da hätte man den Eindruck die müssten das eigentlich überreißen, und trotzdem. Da muss ich sagen das ist es echt nicht Wert. Also da fahre ich lieber auf eine griechische Insel und spare mir das viele Geld, denke ich mir im stillen und bin gespannt wie es weitergeht. There I hope is more to come.

Cooks-0454

 – Wie lange dauert die Gegenwart? 

Wenn das Gehirn zu wenig gefordert ist, so erleben wir unsere Gehirnströme als Tagträume, innere Monologe und Sorgen – geht anscheinend allen so. Der Kopf, die Gedanken beginnen zu arbeiten. Dass sich die Aufmerksamkeit automatisch nach innen wendet, sobald wenig anderes zu tun ist, kann man im Experiment sogar nachweisen. Also stelle ich mich dem Experiment mit mir. Ich habe es mir so ausgedacht. Wir können aber niemals nichts tun. Ich sicher nicht . Mir wird sofort fad. Es  füllt sich  mein leerer Verstand sofort mit Gedanken. Aber was für Gedanken?..ja …darauf bin ich auch gespannt….weil – und da bin ich beruhigt- ich habe ja schon mal gedacht ich bin echt nicht mehr ganz richtig im Kopf- es gibt eine ernsthafte Untersuchung an 2000 Personen, welche einen Piepser mit sich herumtragen mussten, der ab und an in unregelmäßigen Abständen piepst, und dann wenn es piepst,  soll man notieren  was man  gerade denkt . All das wird vollkommen anonymisiert dokumentiert . Und nicht wie man glauben könnte Männer denken immer nur an das Eine.. Nein : Am häufigsten begegneten die Versuchsteilnehmer einer inneren Stimme, die jedes noch so belanglose Tun kommentiert. »Nur schnell sauber machen«,  als exemplarisches Beispiel einer Stimme im Kopf einer 25-jährigen Ärztin , während sie ihr Katzenklo auswischte. So erstickt die Gegenwart in Banalität. ( aus der Versuchsreihe ) … ich freue mich dass ich hier  also nicht anormal bin. Aber was werde ich dann den ganzen Tag denken wenn ich mir nur auf die Füße starre? Mich so verhalten wie ein Computer? –  der  in den Ruhemodus  abtaucht und fliegende Toaster zeigt? ( abgewandeltes Zitat /Quelle Stefan Klein ) Oder wird es mir so wie in Thomas Manns  Zauberberg ergehen wo die Reise und die Ereignislosigkeit  sich bis zur Unkenntlichkeit  einnebeln? Wo sind die Verpflichtungen? Vor allem aber man verliert das Zeitgefühl . In der Ereignislosigkeit  zählen weder Vergangenheit noch Zukunft, die Zeit ist aufgehoben. Aus den einst geplanten drei Wochen auf Kur bei ihm werden schließlich sieben Jahre., Ich bin hier 6 Wochen…..PANIK ! Wie man glaube ich unschwer erkennen kann, bin ich zur Zeit echt nicht die Ruhe selbst. Angst vor mir selber? Excerp: „ »Große Zeiträume schrumpfen bei ununterbrochener Gleichförmigkeit auf eine das Herz zu Tode erschreckende Weise zusammen; wenn ein Tag wie alle ist, so sind sie alle wie einer; und bei vollkommener Einförmigkeit würde das längste Leben als ganz kurz erlebt werden und unversehens verflogen sein.« ( aus der Zauberberg )

ATIU

Tag 5 in der Südsee. Heute von Rarotonga nach Atiu  geflogen…. Am Abend sitze ich mit dem Besitzer und zwei weitern Gästen aus Neuseeland beim Abendessen. Ja es wohnen hier auf Atiu 420 Personen und sie haben sechs Kirchen mit eben sowas wie die 7 Tage Adventisten, klassische Katholiken, usw…wie auch immer, ich habe es im Detail ehrlich gesagt vergessen und irgendwie ist es mir auch Wurscht ,  also jede Kirche hat auch ihren eigenen Priester. Nicht schlecht. Und ein Gefängnis haben sie auch , dient aber zur Zeit als Bierdepot. Und 9 Tennisplätze!  Es leben hier nämlichen 9 verschiedene Familien – im Sinne von „Clans“ und jede, also jede,  will ihren eigenen Tennis Platz..natürlich spielt keiner wirklich..

Also nachdem ich jetzt mal einen Rundkurs auf Rarotonga, einen Querfeldeinlauf ebendort und jetzt auf Atiu zwei Höhlentouren hinter mir habe. Wobei die „Bird“ Cave auch für einen nicht so Vogelinteressierten  ziemlich spannend war. Da nistet ein Vogel in vollkommener Dunkelheit und nutzt so ziemlich einzigartig in der Natur einerseits  Klicklaute in der Finsternis, zur Orientierung wie eine Fledermaus als Sonar, und draußen in der Natur zwitschert er – sozusagen eine seltene Art von Darwinistischen Coentwicklung irgendwie…nachlesen……dann setzt er sich draussen nirgends wo nieder, holt alles im Flug, auch die Dinge zum Nestbau…ja und das hat mich dazu gebracht zusätzlich heute mit dem hiesigen „Birdman“ eine Tour zu machen… also im Wasser, sprich Pazifik,  war ich bis jetzt noch nicht… Die Tour mit dem Birdman geht durch den Busch, durch die Mosquitosschwärme, zum Traumstrand mit Picknick. Zwei Pärchen sind mit auf der Tour und es ist nett. Das Paar hat sich auf der One Foot Island Trauen lassen und sich prompt mit dem Datum vertan und Sie hatten am Ankunftstag kein Zimmer auf ihrer Hochzeitsreise, ach ja, die Datumsgrenze…., ja und den Hochzeitstag hätte es auch fast verregnet …… aber zuerst mal in die Kirche, sie sollen so schön singen hier….

Kirche, der reine Wahnsinn, alle in weiß, aber nur am ersten Sonntag im Monat. Aber auch so gekleidet wie zur viktorianischen? Zeit – kenn mich da jetzt Modemäßig  nicht wirklich aus,  aber sehr alt halt…Der Gesang schier unglaublich; auch nicht wie der Gospel in Harlem, aber ziemlich imposant. Ja und die Kirchen haben hier das sagen. Ein Tattoo geht gar nicht! Sic! Und das in Französisch Polynesien…ganz durchschaut habe ich es noch nicht aber es dürfte hier echt ein Thema sein. Die Kirche will halt diesen ganzen Hokuspokus nicht, das muss diesen „Eingeborenen“ noch ausgetrieben werden…..

Ich möchte am Beginn auf die Kirchenglocken aufmerksam machen…da diese zu Beginn des nächsten You Tube Videos der Walkabouts im Kino Ebensee das INTRO sind.. Ja Live machts der Synthesizer aber im Original / Studio sind es Kirchenglocken !!! ja meine Lieben ..ich habe sie damals  gesehen…und manch einer von euch war auch dort …also Follow me an Angel…aber natürlich…AC/DC ….da kommen wir jetzt nicht vorbei….(ich erspare euch die Lyrics… )

 

AITUTAKI

Plan..zu Mittag in den Flieger nach Aitutaki…angeblich sei mein Platz- wo ich gedenke zu übernachten bankrott gegangen…wurde mir mitgeteilt/stille Post ..na dann bin ich mal neugierig was mich dann morgen erwartet..heute Sonntag, kein Internet hier auf dieser von Gott verlassenen Insel ( trotz stolzer sechs Kirchen – wo ist er )  und du bekommst  echt keinerlei Informationen…also drauf ankommen lassen.  

Montag , sitze im Flieger, der einzige Passagier.  Ehrlich, bis jetzt kann ich diesem „Eskapismus auf“ eine Insel, also diesem „Reif für die Insel“, nicht sonderlich viel abgewinnen…viele Inselbewohner anscheinend auch nicht. Die betreiben immer öfter den umgekehrten Weg!   – Ich denke ich würde es als Ohnmacht bezeichnen. Auch wenn du gerne möchtest du kannst nichts besonderes unternehmen. So wie die Landflucht bei uns. Es hat nur für mich den Anschein des viel endgültigen hier, vielleicht oder sogar wahrscheinlich auf Grund dieser Insel Situation. Auf Atiu haben sie jetzt PIG Hunting eingeführt… zuerst habe ich BIG Hunting verstanden und mir aber nichts besseres darunter vorstellen können.. nein die bieten jetzt den Touristen auf der kleinen Insel eine Jagd auf ausgewilderte Schweine an, und die darfst du dann eben richtig weidmännisch versorgen und auf dem Hausgrill archaisch zubereiten.. Ich denke wenn du deine Macht abgeben musst, wenn du etwas nicht mehr selbst in der Hand hast, das ist das Schlimme. Was ist denn so eine Insel als nichts anderes als ein Gefängnis, du kannst nicht weg. Soviel Speck kann die Mausefalle gar nicht haben, sie bleibt trotzdem eine Mausefalle..

EINSCHUB 

In Zusammenarbeit mit der japanischen Regierung warf das US-Militär nach dem zweiten Weltkrieg tausende Flugblätter in den Pazifikgebieten ab, auf denen erklärt wurde, dass der Krieg vorbei sei und es Zeit wäre, nach Hause zurückzukehren. Weil es gab überall versprengte Kämpfer auf verschiedenen Inseln. Onoda, seine Männer und viele andere fanden und lasen diese Flugblätter. Aber anders als die meisten hielt Onoda sie für eine Fälschung, für eine Falle der Amerikaner, damit die Guerillakämpfer sich zeigten. Onoda verbrannte die Flugblätter, hielt sich mit seinen Männern weiter versteckt und kämpfte weiter. 1959 ergab sich einer von Onodas Männern, ein anderer wurde erschossen. Etwa ein Jahrzehnt später wurde Onodas letzter Begleiter, ein Mann namens Kozuka, in einem Feuergefecht mit der örtlichen Polizei erschossen…das nenne ich BIG Hunting….. also irgendwann ich glaube 25 Jahre später konnte er überzeugt werden dass der Krieg vorbei war und er kehrte nach Hause zurück. Und das Japan das er wieder sah, sollte jenes Japan sein für das er gekämpft hatte?  NO!  Definitiv nicht. Er wanderte nach Südamerika aus…..

Dienstag – Sightseeing Boot Tour auf die One Foot island…die Crew stellt sich als Bossa-nova, Super-nova, Hang-ova, Game-ova,  und die Lady als Come – ova vor und lassen an Unterhaltungswert echt nichts missen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

…..und JA ….SIE HABEN EIN GEWICHTSPROBLEM…manche Polynesischen Inseln haben einen 100% Diabetes Typ II Anteil…und der Sänger lebt auch nicht mehr….

Apropos SUPERNOVA 

Der Geistliche Reverend Evans besitzt eine so außergewöhnliche Begabung – er erkennt Supernovas am Sternenhimmel- ,so dass Oliver Sacks ihm in seinem Buch > Eine Anthropologin auf dem Mars < einen ganzen Abschnitt widmet; das Kapitel handelt von autistischen Genies. AUSZUG: ……Um zu verstehen, worin seine Leistung besteht, können wir uns einen ganz normalen Esstisch vorstellen. Er ist mit einem schwarzen Tischtuch bedeckt, und jemand hat eine Hand voll Salz darauf geworfen. Die verstreuten Körner entsprechen der Galaxis. Nun stellen wir uns 1500 Tische vor, die genauso aussehen –genug, um damit einen Supermarkt-Parkplatz auszufüllen oder um sie hintereinander zu einer drei Kilometer langen Reihe aufzustellen –, und auf jedem davon liegt eine zufällige Anordnung von Salzkörnern. Jetzt fügen wir auf jedem Tisch ein einziges Salzkorn hinzu, und dann spaziert Bob Evans zwischen ihnen hin und her. Er erkennt es auf den ersten Blick. Dieses Salzkorn ist die Supernova.

Mittwoch, So und da biste in der Südsee und….das Wetter ist  beschissen, aber eine nette Halbtagestour  mit ziemlich kritischen Worten und  Erklärungen zum Hintergrund der  Polynesischen Kultur – Heimatabend

Cooks-1611

Cooks-1598

 

Cooks-1588

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Donnerstag, Das beschissenste Wetter während des gesamten Trips . Tee trinken in der Südsee weil es so kalt ist..unglaublich..aber wahr. Kann aber den Japan Blog Eintrag in Ruhe mit ziemlich mühsamen Internet fertig stellen und hochladen.

Freitag Regen und warten auf morgen…

Tags darauf auf dem Weg zum Flughafen und Transfer. Original Ton: der Fahrer beschwert sich über seine Tochter dass sie Tag und Nacht nur unterwegs ist und beginnt über das Wetter zu sprechen…“.since I have been living here it has never ever been like this . So heavy rain about such a long period of Time at this time of the season….“ naja da hammas…das war also nicht normal was sich da abgespielt hat. Na irgendwann musste es ja mal sein, dass nicht immer alles so geil aufgeht wie erhofft. Das Problem ist eben nur die Peak End Regel welche ich ja schon mal vorgestellt habe. Man erinnert sich immer an das Ende und den Höhepunkt einer Reise….ABER noch ist nicht aller Tage Abend …there is more to come

EINSCHUB  ( zum Teil aus Die Entdeckung des Erdballs )

Zur Erinnerung, ich hab es schon einmal erwähnt. Aber da ich jetzt auf den Cookinseln bin  ( 24 Inseln )   muss natürlich der Captain Cook nochmals herhalten, der übrigens nie auch nur einen Fuß auf eine dieser Inseln gesetzt hat, aber vor Atiu zumindest geankert hat. Sein erster Offizier hat aber das Island betreten ..Also erneut der Venusdurchgang : ………., die am 3. Juni 1769 eintreten musste und von grosser Bedeutung für die Berechnung der Entfernung zwischen Sonne und Erde war, nämlich der Durchgang der Venus vor der Sonnenscheibe, der sich später erst wieder in den Jahren 1874 und 1882 wiederholt hätte. ( Ich weiß ich habe das schon einmal ausführlicher geschrieben ) Also Cook musste dorthin… mit dem Schiff »Endeavour« (Die Bemühung) auch nach der Insel Tahiti also vor einem Viertel Jahrtausend und am 18. Januar 1778, auf  die berühmten, für Cook selbst später so verhängnisvollen Sandwichinseln, die ja jetzt allgemein Hawaiinseln genannt werden. Dort wo er dann doch nicht mehr so willkommen war und dann letztlich zerstückelt wurde – ich muss es erwähnen..also ich war an dem Ort wo Cook sein Leben ließ und jetzt wo sein ErsterOffizier auf Atiu an Land ging. . Nachdem Cook den ganzen Pazifik durchquerte und festgestellt hatte dass es eben nur diesen von Magellan so getauften Ort > Pazifik < gab und keinen neuen eroberungswürdigen Kontinent –  er aber angeblich 30Prozent kartografiert hat!!! 

Der Pazifik wurde von Magellan so gennant da er sich nach langem mühsamen  Kampf um das Kap Horn endlich wieder in ruhigen „friedlichen“ Gewässern befand. Ferdinand Magellan der sich im Winter des Jahres 1520 – also gut 200 !  Jahre vor Cook! mit seinem Schiff wochenlang durch die Stürme um Kap Horn  gekämpft hatte, fand am 28. November als Erster  hinaus zur Westseite Der Ozean präsentierte sich  für ihn damals anschließend als so friedlich, und Magellan taufte ihn eben dann den Pazifischen. Es kamen öfters einige von den Local People , und Magellan nahm dann halt zwei von ihnen mit – die wollten das sicherlich auch so, endlich weg von hier, um sie nach Europa zu bringen. Er nannte sie Patagonier (Grossfüssler)……..Drei Monate segelten sie durch den nicht unbedingt kleinen Ozean, und es wollte es wie eben der Zufall so spielt , dass die Spanier bei ihrer Fahrt keiner der so zahlreichen, fruchtbaren Inselgruppen begegneten und nur ein paar kleine, unbewohnte Inselchen sahen. Mit der Konsequenz Leder und Ratten essen. Magellan segelte aber  weiter und kam  dann irgendwann auch zu einer  Inselgruppe, die er nach dem Sohn Karls V. Philippinen benannte, um dann irgendwann hier in den philippinischen Gewässern  nach einem  Angriff durch die Ortsansässigen zu sterben, also wir wiederholen : Cook starb auf Hawaii und Magellan auf den Phillipinen …so mein Lehrauftrag ist erfüllt…aber seine tapferen Seeleute machten weiter ….endlich die.. …Kanarischen Inseln…deswegen erwähnt…weil hier dokumentiert den Spaniern etwas spanisch vorkam ( ich weiß billiger Schmäh ) Angeblich erfuhren die Spanier bei dieser Gelegenheit , dass es an jenem Tag, ein Donnerstag sein sollte, während es nach ihrer Berechnung erst Mittwoch sein konnte. Sie waren  mit der Sonne einmal um die ganze Ende gefahren. Ja, die Problematik kommt mir nur allzu bekannt vor. Und dann zum Schluss. Am Beginn der Reise waren sie 265 Mann stark,  zum Schluss waren nur noch 18 übrig. Ich bin allein aufgebrochen und komme hoffentlich als Ganzes zurück….

FRANZÖSISCH POLYNESIEN 

Tag 1

TAHITI

Gestern am Abend noch  spät in Papeete angekommen und heute ganz früh raus um nach Bora Bora zu fliegen….UND …..ES REGNET…..jetzt wird’s schon schön langsam zäh. Es stellt sich einfach noch kein Südsee Feeling ein, so wie ich mir das vorgestellt habe, nein definitiv nicht. Im Flieger auf der linken Seite sitzen habe ich irgendwann aufgeschnappt…ja …wir landen und im Anflug links ist „. Die Südsee Insel“ Bora Bora  ….die kann schon was , mit dem Doppelvulkan…..als Silhouette…

Tag 2

BORA BORA

Also ich bin jetzt auf Bora Bora und habe den Braten eigentlich schon von Anfang an gerochen. Ich will hier mit  einem Segelboot den Pazifik unsicher machen, steige aber erst am zweiten Tag zu. War aus organisatorischen Gründen nicht anders möglich. Mit meinen „Schiffsreisen“ habe ich wiederholt Probleme gehabt und bin deshalb extra vorsichtig. Alles wurde vorab organisiert. Frau Kürzl bei Atambo Tours hatte sich für mich ins Zeug gelegt. Bei der Ankunft in Papeete, wo ich meine Vouchers bekomme spreche ich detailliert das Thema an, wo ich denn auf die Crew treffen werde , und es wird mir mitgeteilt dass mich in Bora Bora sicherlich jemand von der Crew am Flughafen abholen wird, und ansonsten wenn ich Probleme haben sollte, solle  ich einfach anrufen. Nur zur Anmerkung : der Plan ist: Ich steige zu, das Segel-Boot ist schon auf Kurs. Das heißt, sie müssen einen Stop für mich einplanen. Warum sollte ich Probleme haben? Nun, aber- die Situation ist jetzt die; Ich sitze auf einem kleinen Flughafen in Bora Bora. Niemand ist da. Also mache ich mal eine Bootsfahrt zum „Haupthafen“ . Nobody there. Also wieder zurück zum Flughafen. Vielleicht haben sie sich verspätet , weil Segelboot und so, vielleicht Flaute, oder Sprit ausgegangen,…. Ja anrufen wenn es Probleme gibt haben sie gesagt. Gut. Geht aber mit meiner SIM Karte nicht, wird nicht akzeptiert, keine Verbindung mit lokalem Telefonnetz möglich. Eine lokale SIM Karte kaufen. Ja , aber es gibt  hier  auf diesem kleinen Flughafen keine lokale SIM Karte zu kaufen und es gibt  auch kein Internet. Also gehe ich zum Schalter von Tahiti Air und bitte Sie  diese eine Telefonnummer angeblich 24h erreichbar- für mich anrufen, Ja schon, – aber am Sonntag ist da sicherlich niemand erreichbar sagen Sie mir – und haben letzten Endes leider auch recht steht ja auch auf dem Folder den sie mir gegeben haben, und die Reiseagentur in Deutschland welche das organisiert hat,  da ist jetzt auch Mitternacht und was soll’s , ich kann ja sowieso nicht telefonieren weil es eben nicht funktioniert da ich keine lokale SIM Karte habe und es eigentlich ja eh nichts bringt – Weil wen sollte ich anrufen ? – wenn A.) niemand erreichbar ist und B.) es technisch ja auch nicht möglich ist !  Ja was tun. Ich spreche eine Dame an welche für ein Hotel arbeitet ob sie mir irgendwie weiter helfen könnte, und sie probiert ein auch ein Telefonat für mich. Erfolglos. Sie hat mich nun verlassen, wird ein E-Mail an die Company schicken –  hat sie zumindest versprochen vielleicht checkt wer am Sonntag rein zufällig am Heim-Computer der mit dem Firmen-Computer vernetzt ist die E-Mails . Ich stelle mich darauf ein am Flughafen zu übernachten, auf Bora Bora in der Südsee, und morgen ist Montag und das Office ist dann wieder erreichbar. Na irgendwann nach neun Monaten muss ja mal etwas nicht funktionieren aber das sollte halt nicht unbedingt zum Abschluss meines Trips sein,  alleine das anhaltende Schlechtwetter in der Südsee hätte mir schon gereicht. Nicht locker lassen denke Ich mir, also nochmals zum Air Tahiti Schalter. Zwei Damen am Air Tahiti Schalter. ( Luna und M….. haben Mitleid mit mir) Sie sind die Rettung, haben auch kein WIFI / E-Mail-Möglichkeit , aber ein gutes altes Faxgerät. Ich habe eine Faxnummer und es wird gefaxt, in der Hoffnung dass irgendwo eine Faxmaschine losrattert und vielleicht jemand darauf aufmerksam wird. Ja! Es scheint zu funktionieren. Es kommt ein Anruf rein, man wird sich darum kümmern wird mir von Luna mitgeteilt ( ich kann ja kein Französisch )….na dann warten wir’s mal ab… also es vergehen noch drei Stunden…….nochmals gibt….sei’s wies sei…..

Bin am Segelboot. Also alle kennen  jetzt meinen Namen – ich werde lauthals „begrüßt“ und ich muss mich rechtfertigen, das in/auf  Englisch einer französischen Meute gegenüber wobei hier nur zwei davon wirklich ,sagen wir mal,  Englisch können. Die Gruppe denkt natürlich, ich sei derjenige gewesen der das verbockt hat……Super Einstand….

Das Boot ist genial, der Skipper und die Crew super nett. Jetzt hört es auch hoffentlich zu regnen auf……

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Sailing Tag 3

Ja, genau so passt es. In der Früh um 07:00 raus , Manta schnorcheln, Frühstück, dann um 10:30  wieder Schnorcheln, jetzt Sting Rays…, die Sonne scheint….Barbecue….

 Sailing Tag 4

Stürmische See dunkle Wolken, dann Besuch einer Perlenfarm…als Shop, eine kleine Hütte mitten im Pazifik…..

 

Black Perl der Verkaufsschlager. Die Schwarzlippenauster sag ich mal wird mit irgendwas aus dem Missisipi geimpft, bekommt da so eine kleine Kugel, als Fremdkörper eingesetzt und daraus macht sie dann über die Jahre eine schwarze, blaue, rötliche Perle. 

Sailing Tag 5

RARIATEA   Man kann sagen die zweite wichtige Insel neben Tahiti in Französisch Polynesien bezogen auf Verwaltung und ähnlichem..

Interessante Inseltour. Das ist die Insel von der aus ganz Polynesien besiedelt worden ist. na ja . Nicht ganz. Angefangen hat es angeblich in Asien und um genau zu sein von Taiwan aus. Aber der zweite Siedlungsschub kam von Raritea. Also das mit der Kontiki und Thor Hayerdal und Besiedelung von Südamerika aus dürfte so ziemlich gegessen sein.

Und das die Kokusnuss eigentlich eine ganz komische Nuss ist ist mir auch erst hier bewusst geworden. Eine Nuss ist ja Saatgut und Frucht in ein und der selben Form – Ja – Schalenobst. War für mich bis jetzt ehrlich gesagt nicht so  offensichtlich wo ich sie jetzt einreihe. Gert du weißt ja , ich habe dich schon einmal gefragt wo das Gemüse aufhört Gemüse zu sein und das Obst anfängt Obst zu werden …und wo gehört da die Nuss hin, Obst natürlich oder? Aber schon irgendwie nett, sie bringt ihr eigenes Wasser mit wenn sie an Land gespült wird um dann auch wirklich wachsen zu können. Apropos wachsen. Wenn sie anfangen dann sieht das wachsen der männlichen im Vergleich zur weiblichen Palme vollkommen anders aus…. Also mit der Botanik habe ich es wirklich nicht und Internet auch nicht und das ist hier alles aus Hörensagen..und sehen..

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und heute ist wieder so ein Tag wo  einfach die Wahrnehmung da hingeht welch unglaubliches Privileg es ist jetzt hier zu sein. Mir über Kokosnüsse Gedanken zu machen. Wobei vor ein paar Tagen der erste billig Carrier hier gelandet ist. French B oder Blue oder so ähnlich…also die Ryan Air Variante…Richtung South Pacific….vielleicht ist es in Zukunft leichter/billiger hier her zu kommen. 

Und die Nationalblume von hier tragen die unverheirateten links, und die vergeben sind rechts am Ohr, und im Haar getragen heißt es angeblich > Follow me < und dass das mit den Blumen kein Tourimus Heck ist, ist mir eigentlich vorher schon wirklich klar geworden. Die machen das echt aus Überzeugung! Womit wir beim Polynesischen Heimatabend angelangt sind den ich heute nochmals besuchen werde… heute sicher mit Feuertanz…nicht wie auf den Cooks…also ein kleiner Unterschied muss schon sein.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Sailing Tag 6

Aus hundertachtzehn Inseln besteht allein Französisch-Polynesien, Die Flugzeuge müssen ein Gebiet überqueren, das so groß ist wie der europäische Kontinent. Und übrigens passen angeblich die Landmassen aller Kontinente zusammengefasst in den Pazifik- so riesig ist er. War irgendwie klar dass sie damals gedacht haben da muss doch noch irgendein Kontinent sein. Und – nur 1 Prozent sind letztlich wirklich hier Landmasse und der Rest Wasser. Nicht schlecht der blaue Planet macht hier seinem Namen alle Ehre. 

Da muss ich aber auch kurz unseren Kosmos wieder reinholen. Fast 85 Prozent des Kosmos bestehen aus einer völlig unbekannten Substanz. Anders gesagt: Ganz gleich, in welche Richtung am Himmel wir schauen,  da ist mindestens fünfmal mehr, als wir sehen. Mehr was? Man weiß es nicht – keine Idee. Das unbekannte Etwas hat sich anscheinend bisher jeder Untersuchung entzogen. Man nennt es  passender Weise > dunkle Materie < Über die dunkle Materie weiß man eigentlich nur, dass sie nicht leuchtet und auch sonst keine Strahlung aussendet. Darum muss sie völlig anders beschaffen sein als die Welt, die bekannt ist. Stefan Klein : „Daher bleibt sie unbemerkt; dunkle Teilchen können, wie Geister, alles Sichtbare ungehindert durchqueren. Nach manchen Schätzungen rasen in jeder Sekunde Milliarden solcher Teilchen durch unsere Körper, ohne dass wir davon erfahren. Für die dunkle Materie sind wir eigentlich gar nicht vorhanden.“ ….eigentlich wollte ich über das Universum ja nicht mehr schreiben…😂 aber es hat für mich gerade so hineingepasst mit was wir nicht alles nicht wissen und der unendliche Pazifik mit seinen damals unentdeckten Seiten

und eine Version von Fiona Apple ..eine alte Beatles Nummer….Across the Universe……..also zurück zum Pazifik. Mydans, ein Fotograf der amerikanischen Zeitschrift Life –  Für Fotos über die Atomtests war er in die Südsee gekommen, nun hörte er von den verrückten Bali Hai Boys.  Drei Jungs aus Kalifornien welche eine Vanilleplantage kauften damit aber keinen Erfolg hatten, dann das Nachbargrundstück mit 5 Bungalows dazu kauften und das Hotel Bali Hai nach dem Roman South Pacific von Mitchener tauften. Statt von den Atomtests zu berichten – dazu auch später mehr – hing der Fotograf mit den coolen Boys und den hübschen Mädels rum und machte viele Fotos. Auf  den Bildern sah man drei durchtrainierte Amis in kurzen Hosen mit Blumenkränzen im Haar und Südseeschönheiten im Arm. …..Die Nachfrage stieg enorm…….das wollten alle – ich auch…..Die drei kauften auf den Nachbarinseln Grundstücke dazu, auf Huahine und auf Raiatea. Aber irgendwann war Schluss. Die zündende Idee hatte Kelly : »Wenn wir auf Raiatea kein Land mehr haben können, weichen wir eben aufs Wasser aus.« die Geburt des Overwater Bungalows so wie wir ihn alle kennen.Die Maße originalgetreu nach den ursprünglichen Rundhütten der  Polynesischen Bauten.. Jahre später wieder Kelly….er lies einen Glasboden machen um beim Zähneputzen die Fische sehen zu können…naja ….den Rest der Geschichte kann man sich ausmalen. Wobei sie hier nicht nur angeblich einen Tourismus Einbruch haben. Zu weit weg und zu teuer.. Was sich  hier in einem Jahr an Tourismus-aufkommen abspielt ist auf Hawaii in 14 Tagen passiert. Nicht schlecht der Vergleich, oder?

Dieser Hype um das „South Pacific“ Musical/Film  dürfte so in etwa das polynesischen Äquivalent zum „Sound of Music“ bei uns sein.

Sailing Tag 7

HUAHINI

Wunderschön..der Wind ist nicht so stark…die Drohne wird aktiviert…..Markus hat auch eine, seine kann höher fliegen…. und ich muss noch viel  üben…

Generell ist es etwas mühsam mit lauter Franzosen an Board, die Rettung ein Paar aus Deutschland. Franzosen unter sich und du in der Minderheit, keiner kann wirklich gut Englisch..da kann es auf so einem Boot mit der Kommunikation natürlich nicht so einfach hergehen. Das es nicht nur mir so geht beruhigt mich ein bisschen nach dem ich ein Paar aus Bayern treffe die auf dem Schwesterschiff unterwegs sind – und er – Peter noch viel deftigere Worte findet als ich…

Vanille neben Kokosnuss, schwarzer Perle der dritte Exportschlager in Französisch Polynesien. Aber erneut echt spannend. Braucht es doch wirklich ein Jahr bis es zu dieser Vanilleschote kommt die wir so kennen. Erstens ist die Bestäubung der Blüte nur über einen Zeitraum von ein paar Stunden möglich. Das heißt die Blüten die während dieser Zeit nicht bestäubt werden bringen nachher keinen Ertrag und es gibt keine zweite Chance, keinen zweiten Tag wo das möglich wäre. Dann braucht die Schote 9 Monate zum wachsen, und dann weitere 3 Monate zum trocknen und reifen. Gegen Ende hin wird sie sogar täglich „massiert“ um das Aroma die „seeds“ in der Vanille zu verteilen. So habe ich es zumindest verstanden..

Sailing Tag 8

MOOREA

18 Stunden jetzt wahrlich gegen Wind , Wellen und Wetter von Huahine nach Moorea. Also eins wird mir immer klarer, zum Seemann bin ich nicht geboren. So abhängig von der Natur, dieses ausgeliefert sein dieser  Gewalt und Kraft ist nicht mein Ding. Ich habe es, glaube ich zumindest ,jetzt endlich begriffen. Ich bin kein Seemann. Ich habe zumindest nicht gekotzt wie manche andere, aber sauschlecht war mir alle mal. Jetzt Moorea – eine wirkliche Südsee Perle. Wunderschön präsentiert Sie sich jetzt in den frühen Morgenstunden beim Einlaufen in die Bucht.

Moorea Reste-1996Moorea Reste--4

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dann die Frage ob ich Jet Ski fahren möchte? 3 Stunden rund um die Insel mit der sensationellen Lagune und der traumhaften Kulisse? Ob ich da mitfahren möchte? Es ist der helle Wahnsinn, einerseits das Jet Ski fahren…dass sich da nicht mehr Leute verletzen kann ich mir nach der Tour nicht vorstellen. Manchmal bis zu 70kmh über die Wellen …ich als Newbie  etwas verkrampft.. und dann schnorcheln mit Haien und Rochen auf Du und Du…am liebsten wäre ich nicht mehr aus dem Wasser…. dann zurück aufs Segelboot und nochmal  eine  kurze Tour in die Cook‘s Bay rein weil es einfach so schön ist. Südsee so wie im Traum. Ein Kleinod von einem blauen Planeten, in der Nacht von der  Ferne betrachtet noch dazu eingebettet in zartem schwarzen Samt,  umgeben von funkelnden Sternen und einer atemberaubenden Milchstraße.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

….ist glaube ich selbsterklärend……oder vielleicht doch nicht..manchmal bin ich vielleicht ein bisschen kindisch. aber Shark heißen und einen Titel haben der I said Hai !! heißt   :-))

Sailing Tag 9

Treck auf Moorea mit großartigen Ausblicken und der Feststellung: Moorea ist bis jetzt die Schönste der Inseln gewesen …. dann zurück auf Anfang/Tahiti ..

Sailing Tag 10

Erneuter Versuch sich nicht all zu viel zu bewegen und wenn geht nicht zu kotzen, und dann im Hafen Blick zurück im Sonnenuntergang auf Moorea

Moorea Reste-2080Moorea Reste-2014Moorea Reste-2041Moorea Reste-2023

Zurück in Tahiti, zum Platz der Geschichte und die Meuterei auf der Bounty. Hier wo Christian ! Sic! Fletcher beschloss seinen Kapitän William Bligh nicht direkt in die Wüste aber zumindest ins offene Meer zu schicken. Die Hälfte der Mannschaft blieb bei  ihm weil es halt so schön nett war mit den Frauen hier und überhaupt ist England ziemlich weit weg und sooooo puritanisch. Übrigens ist er dann auf die Pitcairn Islands umgezogen da er sich ja denken hat können dass sie ihn holen kommen werden..Das hat sich dann auch später gezeigt als endlich die Missionare  hier ankamen. Es wurde damals den Frauen sogar verboten diese aufreizenden Blumen im Haar zu tragen…P.S die Kirche hat hier immer noch das sagen und das Tatoo ist nach wie vor nicht erwünscht…und das obwohl es hier in Polynesien den Ursprung hat , wie zum Beispiel auch das Wort Taboo… Verboten wurde es dann im weitern auch den Seeleuten mit den Tahitischen Frauen ein „Tauschgeschäft“ mit den Nägeln zu führen. Die lokale Bevölkerung war angeblich ziemlich spitz auf die Eisennägel , und für einmal ( und jetzt verkneife ich mir das Wortspiel ) wurde eben ein Nagel verlangt. Und da wurde es dann dem Kapitän  Samuel Wallis um sein  Schiff „the Dolphin“ schon ziemlich Angst und Bang, sein KSchiff könnte bald mangels Nägeln – welche nicht aus einem Lager sondern richtig aus dem Schiffsrumpf  entfernt wurden – richtig gehend auseinander fallen …und somit bekamen die Matrosen keinen Ausgang mehr….halt nicht mehr so oft…

Das POSTSCHIFF 

Der Plan ist der. Mit einem Frachter/Cargoschiff der ziemlich häßlich zu einem Zwitterschiff mit Personenkabinen umgebaut worden ist,  in entlegene Teile der Südsee zu kommen. Ich habe eine Schlafgelegenheit im Dorm….kein Luxus zum Abschluss…hoffentlich kein Überlebenstraining…wahrscheinlich damit mir der Abschied dann leicht fällt. Also dieser Frachter versorgt die verstreuten kleinen Inseln und nimmt eben Passagiere mit.

…und zu Cargo und wie  Religion entstehen kann …..gibt es hier in der Südsee eine interessante Geschichte…..

Der Cargo Kult aus Richard Dawkins  „der Gotteswahn“ und unter anderem von Attenborough.

Also der Cargokult ist jetzt nicht wirklich hier auf den Cooks oder Französisch Polynesien entstanden, aber in der Südsee und nicht weit weg von hier und nicht nur auf einer Insel sondern auf derer mehreren…( Vanuatu zB.) Ich finde ihn nur ziemlich interessant drum hab ich ihn doch reingenommen..auch wegen der verschiedenen Religionen welchen ich  auf dieser Reise begegnet bin und die wir thematisiert haben.

……Anscheinend waren die Inselbewohner in allen Fällen völlig hingerissen von den wundersamen Besitztümern der weißen Einwanderer, also der Beamten, Soldaten und Missionare. Vielleicht wurden sie zu Opfern des dritten Gesetzes von Arthur C. Clarke : »Jede ausreichend hoch entwickelte Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden.«

Den Inselbewohnern fiel auf, dass die Weißen, die sich solcher Wunderdinge erfreuten, diese nie selbst herstellten. Musste ein Gegenstand repariert werden, schickte man ihn irgendwohin, und neue Gegenstände kamen als Fracht (» Cargo«) mit Schiffen oder später mit Flugzeugen. Es war, so Attenborough, nie zu beobachten, dass die Weißen irgendetwas herstellten oder reparierten –ja, eigentlich taten sie überhaupt nichts, was als nützliche Arbeit zu erkennen gewesen wäre. (Hinter einem Schreibtisch zu sitzen war offenbar eine Form der religiösen Verehrung.) Demnach musste die »Fracht« also übernatürlichen Ursprungs sein. Und als wollten die Weißen diese Vorstellung bestätigen, vollzogen sie Handlungen, bei denen es sich nur um rituelle Zeremonien handeln konnte:

Sie bauen hohe Masten auf und befestigen Drähte daran; sie sitzen lauschend vor kleinen Kisten, in denen Lichter glimmen und die seltsame Geräusche oder krächzende Stimmen von sich geben; sie veranlassen die Bewohner der Gegend, sich gleich zu kleiden, und lassen sie dann auf und ab marschieren –eine nutzlosere Tätigkeit kann man sich kaum ausmalen. Dann plötzlich erkennen die Einheimischen, dass Sie des Rätsels Lösung gefunden haben. Diese unbegreiflichen Tätigkeiten sind die Rituale, mit denen der weiße Mann die Götter dazu bringt, ihnen Fracht zu schicken. Wenn Sie also auch in den Genuss der Dinge kommen wollen,  der Einheimische die Fracht haben will, muss er ebenfalls solche Dinge tun. Auffälligerweise entstanden die Cargo-Kulte unabhängig voneinander auf verschiedenen Inseln, zwischen denen geografisch und kulturell große Abstände lagen. Attenborough berichtet: Einen berühmten Kult auf der Insel Tanna, die zu den Neuen Hebriden (seit 1980 Vanuatu) gehört, gibt es noch heute. In seinem Mittelpunkt steht eine Messiasgestalt namens John Frum. 

Anscheinend bereiteten sich alle auf die Wiederkehr von John Frum vor. Einer der Anführer sagte, John Frum werde mit dem Flugzeug aus Amerika kommen, also rodeten Hunderte von Männern das Buschwerk in der Mitte der Insel, damit das Flugzeug eine Landebahn hatte. Neben der Landepiste stand ein Kontrollturm aus Bambus, und darin saßen »Fluglotsen«, die Kopfhörerattrappen aus Holz trugen. Auf der »Startbahn« standen Flugzeugattrappen, die als Täuschung dienen und John Frums Flugzeug anlocken sollten. In den Fünfzigerjahren reiste der junge David Attenborough mit dem Kameramann Geoffrey Mulligan nach Tanna, um den John-Frum-Kult genauer zu erforschen. Sie fanden viele Spuren der Religion und wurden schließlich mit dem Oberpriester bekannt gemacht, einem Mann namens Nambas. Dieser nannte seinen Messias ganz vertraulich. John und behauptete, er würde regelmäßig über »Funk« mit ihm sprechen. Das Funkgerät (» Funk gehören John«) bestand aus einer alten Frau, die sich einen Draht um die Taille gewickelt hatte, in Trance verfiel und Kauderwelsch redete, das Nambas dann als die Worte John Frums deutete. Der Priester behauptete auch, er habe schon vorher gewusst, dass Attenborough zu ihm kommen werde, denn das habe John Frum ihm über »Funk« mitgeteilt. Attenborough wollte das Funkgerät sehen, aber dieses Ansinnen wurde erwartungsgemäß abgelehnt. Er wechselte das Thema und erkundigte sich, ob Nambas den Messias John Frum schon einmal gesehen hätte: Nambas nickte heftig. »Ich ihn gesehen viele Male.« »Wie sieht er aus?« Nambas deutete mit dem Finger auf mich. »Er aussehen wie du. Er haben weiß Gesicht. Er großer Mann. Er lange leben Südamerika.«

Im Jahr 1974 besuchten die britische Königin und Prinz Philip die Region; anschließend wurde der Prinzgemahl in einer Neuauflage des John-Frum-Kults ebenfalls vergöttlicht.

….da ist natürlich “ Das Leben des Brian“ von Monty Python nicht sehr weit hergeholt…

 

Oder um es wissenschaftlicher auszudrücken: Die Erdoberfläche misst rund 510 Millionen Quadratkilometer, davon sind rund 155 Millionen Quadratkilometer Festland und der Rest….

 

Apropos blauer Planet

…..Also war die Erde wohl ursprünglich trocken, ein Wüstenplanet. Wie sie sich in eine Welt der Ozeane verwandelte, wissen wir nicht genau. Ausgerechnet das Szenario, das unter allen möglichen Erklärungen am phantastischsten klingt, ist tatsächlich das wahrscheinlichste: Das Wasser kam aus dem Weltraum zu uns. Es reiste mit Kometen oder Asteroiden an, die, geboren in kälteren Teilen des Sonnensystems, wie riesige Schneebälle auf dem Wüstenplaneten Erde einschlugen. ( Stefan Klein )

Mein Fazit aus Vielem bis jetzt  : Wir leben in einem Universum, wo wir nicht wissen wie alt es ist, wie gerade geschrieben, es ist nicht einmal klar wo das Wasser herkommt. Wir leben zwischen einer Materie, wo wir nicht wissen was das ist ( dunkle Energie, dunkle Materie), und alles funktioniert nach irgendwelchen physikalischen Gesetzen, deren Eigenschaften anscheinend man auch nicht ganz versteht. ( Der ganze Kosmos dehnt sich aus, aber so, wie es nach der normalen Physik nach Newton eigentlich nicht möglich sein sollte )! Und die Materie ist Energie und Welle und Teilchen zugleich…….je nach Gesichtspunkt 😂 ….Also, so habe ich es halt ( verstanden kann man ja nicht sagen ) und die Leere nimmt Form an, weil Teilchen, die selbst weder Gestalt noch Ausdehnung haben, eine Beziehung miteinander eingehen. ..Higgs Bossom Blues……das ist keine Esoterik und Post Siebziger Jahre Psychodelik-Scheiß – Guys das ist Physik Today 🤗……..

          Die TOUR 

  1. Tag: PapeeteTuamotu-Archipel

Morgens die Einschiffung an Bord der Aranui. Das sagt sich so. Ich war gestern richtig gespannt was mich da erwartet. Die Begrüßung am Beginn ist schon sehr nett und es wird klischeehaft mit der Gitarre am Eingang gespielt. Es ist ein neues Schiff, die Aranui 5,  und …..es gibt keinen Schlafsaal mehr 🤗 sondern der wurde umgebaut in 4 Bett Kojen und…..ich bin  in einer solchen jetzt,  aber…zu zweit! Wird sich auf der weiteren Reise als sehr wohltuend herausstellen…Von der Aranui 3 dann als nächste Generation gleich die Aranui 5! Die 4 wird übersprungen. Aufmerksame Leser werden da zurecht einen chinesischen Eigentümer vermuten 😉! Wenn man es nicht wüsste dass man auf einem Passagierfrachtschiff ist, ich glaube man würde es gar nicht mitbekommen. So wie am Beginn des Trips in Südamerika ich Gott sei Dank nicht der Älteste war,  bin ich  auf diesem Schiff erfreulicherweise nicht der Jüngste, aber viel fehlt nicht …und es ist kein Partyschiff! Und warum haben Gesprächspartner mit angeblicher Laktoseintoleranz immer solche Macken.

Postschiff I-8236Postschiff I-7798Postschiff I-7471Postschiff I-7452Postschiff I-7562Postschiff I-7632

Shit…der Fuß macht wieder Probleme.

 

TUAMOTU-Archipel

2. Tag: Fakarava

Ist zweitgrößtes Atoll in Französisch Polynesien. Plan: Fahrrad ausleihen und Schnorcheln..naja so war es gedacht. Es war eher so eine Landung wie am D-Day in der Normandie. Es war ziemlich unwirtlich und nicht sehr einladend. Aber was soll’s. Es ist kein Wunder dass die Reise um diese Jahreszeit die Hälfte als zur Hochsaison kostet, wenn man in der Hälfte der Zeit die man  in der Südsee verbringt mit Regen im Konflikt steht. Dann kommt es im Endeffekt wieder auf das Gleiche raus. Also eine Hochzeit oder Hochzeitsreise in den Wackelmonaten würde ich nicht machen…nur so als Tip am Rande. Und habe es wieder geschafft mit lauter Franzosen am Mittagstisch zu sitzen..was mache ich nur falsch…und drei Mahlzeiten am Tag – mit Franzosen ….das ist nicht gut….ist ein NoGo. 

Tuamoto …die Vulkane sind weg – und Lisa Hanningan ist auch weg….nur mehr die Atolle die da stehen und Damien Rice ab jetzt Solo  …Ich stelle vor: Damien Rice noch im Duo….Volcano..

 

3. Tag: Fakarava – Nuku Hiva

Tag auf See….. One day and 15 hours… bis zu den Marquesas.. sitze zum Frühstück mit drei jungen Leuten und einer netten Schweizerin  zusammen und dann stellt sich heraus, dass Sie zusammen als Familie reisen.. Und sie erzählen von vergangenen gemeinsamen Reisen. Pia wo bist du.

Ist ja klar dass wir Männer im Vergleich zu den Frauen das andere Geschlecht nicht kapieren können. Das X Chromosom wird ja naturgemäß wie alle anderen Chromosomen immer wieder weitergegeben und das X-Chromosom kommt dann eben manchmal bei der männlichen Spezies sprich mit XY, und manchmal bei der weiblichen XX Spezies vor. Somit kann das X-Chromosom bei den Männern die Erfahrungen machen – so eine Art Tagebuch schreiben- und dann wieder, evtl schon bei der nächsten Generation, weitergegeben,  die Erfahrung an die Frauen vermitteln!

Aber umgekehrt, es kommt nie das Y Chromosom zu den Frauen. Ist somit sonnenklar, wir werden die Frauen NIE verstehen können aber umgekehrt die Frauen uns sehr wohl! …und austricksen….Höre gerade van Morrison „Born to Sing“ there is no Plan B!  – Ja, bei Springsteen ist es „Born to Run“ , da gibt es aber auch keinen Plan B! 

 

Lecture on the Boat:

In der Mythologie der Polynesier ist der Horizont die Vereinigung von Wakea und Papa ….und der Ort wo die Inseln entstehen. Und das Haus dass diese Beiden ( Wakea und Papa) für sich bauen sind die Marquesas. Und die zentrale Besiedlung von ganz  Polynesien fand angeblich innerhalb von nur  200 Jahren statt – und ging von Raritrea aus. – Gesellschaftsinseln.

  MARQUESAS 

4. Tag: Hiva Oa – Tahuata

Also die Marquesas, – bin hier. Wurde lange Zeit vergessen von allen anderen. Die waren hier auf den Marquesasinseln zu Cook‘s Zeiten 80.000 Personen, und um die Jahrhundertwende dann nur mehr 1.800. 

Bora Bora-7855Postschiff I-7720

 

Aber das mit uns Menschen das ist nichts Neues – aus eine kurze Geschichte der Menschheit:

Zum meisten Teil aus dem Kapitel Noahs Arche

Lange glaubte man, dass diese Arten in einem langen Stammbaum aufeinanderfolgten: Aus dem Homo ergaster ging der erectus hervor, aus dem erectus der Neandertaler und aus dem Neandertaler schließlich wir. Diese Vorstellung ist jedoch falsch.In Wirklichkeit lebten zwei Millionen Jahre lang, bis vor rund 10000 Jahren, gleichzeitig mehrere Menschenarten auf unserem Planeten. Noch vor hunderttausend Jahren gab es mindestens sechs verschiedene Menschenarten. Diese Vielfalt ist viel weniger erstaunlich als die Tatsache, dass wir heute allein sind. Im Gegenteil, wenn wir heute die einzige verbliebene Menschenart sind, dann wirft das einige Fragen auf. Könnte der Homo sapiens gute Gründe gehabt haben, die Erinnerung an seine Geschwister zu verdrängen?  Zum Beispiel die- …die klingen ja nett…ich als ein Games of Thrones und Tolkien Fan muss von der Vorstellung ja begeistert sein.- Ebenfalls im indonesischen Archipel, auf der kleinen Insel Flores, lebten Menschen, die in der Presse gern salopp als »Hobbits« bezeichnet werden, die in der Wissenschaft jedoch als Homo floresiensis bekannt sind. Diese speerschwingenden Zwerge wurden nur einen Meter groß und wogen gerade einmal 25 Kilogramm. Feige waren sie trotzdem nicht: Sie machten sogar Jagd auf die Elefanten der Insel …..und….In jedem Fall haben wir guten Grund zu der Annahme, dass ohne die Ankunft des Homo sapiens bis heute Beutellöwen, Diprotodonten und Riesenkängurus durch Australien streifen würden……( Ja Ledge….das wäre doch was….) Wenn wir die massiven Artensterben in Australien und Amerika zusammennehmen und die Arten hinzuzählen, die der Homo sapiens auf seinem Weg durch Afrika, Europa und Asien ausgerottet hat (die anderen Menschenarten nicht zu vergessen), dann stellen wir fest, dass der weise Mensch die größte Katastrophe war, von der die Tier-und Pflanzenwelt der Erde je heimgesucht wurde. Wo war da die Arche Noah? …..Die große Insel Madagaskar, die rund 400 Kilometer östlich vom afrikanischen Festland liegt, ist nur eines von vielen traurigen Beispielen. Über Jahrmillionen hinweg war die Insel isoliert gewesen und hatte eine einmalige Tierwelt hervorgebracht. Hier lebte zum Beispiel der »Elefantenvogel«, ein flugunfähiger, drei Meter großer Vogel, der etwa eine halbe Tonne gewogen haben muss und der größte Vogel aller Zeiten war. Und durch die Wipfel der Urwaldriesen hangelten sich die Riesenlemuren, die größten Primaten der Welt, die noch größer waren als unsere Gorillas.

Im Pazifik begann das Artensterben vor rund 3500 Jahren, als sich die polynesischen Bauern auf den Salomoninseln, den Fijis und Neukaledonien niederließen und hunderte Vogel-, Insekten-, Schnecken-und andere einheimische Tierarten auslöschten. Von da rollte der Tsunami weiter nach Osten, Süden und Norden, ins Herz des Pazifik, wo er vor 3200 Jahren die einmalige Fauna von Samoa und Tonga fortspülte, vor etwa 2000 Jahren die Marquesas erfasste, vor rund 1500 Jahren die Osterinseln, die Cookinseln und Hawaii überflutete, bis er schließlich vor 800 Jahren Neuseeland erreichte.Wenn wir wüssten, wie viele Arten wir bereits ausgelöscht haben, würden wir den Schutz der Überlebenden vielleicht ernster nehmen. Das wäre besonders wichtig für die großen Meerestiere.Die einzigen Großsäugetiere, die die menschliche Flut überleben, werden die Menschen selbst sein –und natürlich die landwirtschaftlichen Nutztiere, die Rudersklaven in Noahs Arche.

Die Zahlen steigen wieder auf den Marquesasinseln ….ja, es wurde Ihnen nicht nur Gott, sondern eben auch der Tripper und die Pocken gebracht – und Paul Gauguin – dazu später mehr- Schade ist halt nur dass ihnen von der katholischen und evangelischen Kirche auch die Traditionen ausgetrieben wurden. Keine traditionellen Gesänge mehr, keine Tatoo‘s, keine Blumen in den Haaren……keine Tatau’s, das heißt keine Geschichtsschreibung im weitesten Sinne mehr. Denn die Geschichten der Person und des Stammes wurden am Körper und in den Gesängen weiter gegeben. Ein Marquesischer Freund des Tour/Schiffsbegleiters der in Tahiti lebt hat ihm eine persönliche Geschichte von einem Fest für seine Oma erzählt. Die Familie hatte so gut es geht, alles an Informationen über traditionelle Gesänge  und Tänze zusammen getragen, und der alten Oma als Überraschung zum Geburtstag vorgesungen und vorgetanzt…die Oma hat nichts wieder erkannt …nein so wäre es nicht gewesen und von den Gesängen stimme das meiste irgendwie nicht…ja man kann eine Kultur innerhalb kurzer Zeit auslöschen. Angeblich existieren von den unzähligen Tänzen von früher nur mehr sechs !! Und es muss auch irgendwie bei diesem Beitrag etwas zur Sprache geschrieben werden.  Also Hallo, oder Aloha..( Hawaii..wir erinnern uns ) heißt hier Ka‘oha…na irgendwie sind sie schon miteinander verbandelt die Polynesier.. – aus Hörensagen…kein Internet….

…..also die Walfänger waren die Ölbarone der damaligen Zeit, viele Städte verwendeten Walöl zum befeuern Ihrer Lampen! Und die Marquesas waren die Basis für die Walfänger. Die Walfänger waren aber auch das „menschliche Unkraut und Ungeziefer “ der damaligen Zeit- so sagt man , und die hingen hier mit den Mädels rum.  Das Buch „Tahiti“ von Melville beschreibt so ein/sein Walfängerleben … war damals ein Bestseller und nicht Moby Dick man glauben sollte…viel zu intellektuell!

Etwas aufgeschnappte Geschichte:

1812

Anglo-amerikanischer Krieg hier in den Marquesas . Aber hier verloren die Amis und das Archipel ging zunächst an die Engländer … dafür holten Sie sich später 🌺 Hawaii 

1842

England/Frankreich…Frankreich hatte zu diesem Zeitpunkt keine Kolonien im Pazifik…ja..England hatte Autralien, und die Franzosen versuchten dann  Aotearoa /Neuseeland für sich zu annektieren und bis dahin hatte niemand so wirklich die Marquesas für sich akklamiert. Und ein anderer Schauplatz war Canada. Und irgendwann machten Sie es sich untereinander aus und sie machten so eine Art Tauschgeschäft..ok ihr Engländer könnt Canada haben wir wollen dafür Tahiti, Marquesas, Neukaledonien…( Hörensagen )..in Quebec glaube ich,  ist die heutige Generation deswegen immer noch sauer….

Mir kommt vor, als würde um den Pazifik so ein Kampf zwischen Frankreich und England gewesen zu sein und die Spanier, Russen, oder Amerikaner hatten hier, wie es scheint, nicht wirklich viel zu reden. Leider kein Netz , keine Recherche…Nur so nebenbei. Die reichste Familie auf Tahiti sind immer noch ein Nachfahren der damaligen Zeit. Katholische Kirche..hatte alle Kultur verboten und dann kam Bischof Le Cleach im Jahr 1970…welcher wie manch Priester in Südamerika die Kirche linksliberal machte und die Traditinen wieder zuließ …jetzt gibt es wieder den Haka Tanz und Tatoos hier…seit 1980!!! Aber keiner weiß leider mehr so richtig wie Sie im Original waren….. 150 Jahre haben gereicht.

Ankunft auf der Insel Nuku Hiva und wir  landen in Taiohae. Unter anderem  Taipivai, wo Melville einige Zeit lebte. Ja, und ich bin wahrscheinlich auch schon ein komischer Kauz geworden, ich kann nicht drei mal am Tag die ganze Meute beim Essen ertragen. Also Frühstück und Mittagessen geht gut, aber am Abend will ich immer wieder meine Ruhe und alleine sein. 

5. Tag: Nuku Hiva

Heute wurde wieder der rohe Fisch mit Lemon und Kokusmilch als „poisson cru“ serviert. Diesmal wieder großartigst. Und habe erneut viel gelernt. Es ist ein Polynesier aus Hawai’i mit am Schiff der Linguistik studiert hat. Von ihm erfahre ich dass Hawaii 1843 eigentlich okkupiert worden ist, und die Abstimmung Hundert Jahre später ob Hawaii zu den USA will , mehr oder weniger eine Farce gewesen ist….und der Jahrestag und „Anschluss“ an die USA eigentlich nicht wirklich gerne gefeiert wird…

Königreich Hawaii

Blackbirding– nachdem nach Südamerika keine Afrikanischen Sklaven mehr gebracht wurden, wurden das Menschenmaterial von den Inseln aus dem South Pacific „akquiriert“. Eben zum Beispiel von der  Osterinsel. Damals wurden von den noch vorhandenen 3000 Insulanern auf der Osterinsel, 1500 für die Peruanischen Guanominen versklavt – und auf der Osterinsel – laut Aussagen hier: waren  zum Schluss nur mehr 111 Personen. Wobei zuletzt die ganze Insel einem Privatmann „gehörte“ und der diese dann Chile verkaufte. –  Apropos –  Blackbirding als Kidnapping Synonym hier nicht uninteressant auch wegen des Vogelkults ebendort. Zwei Stämme – die Langnasen und Langohren- ( werden so genannt ) die einmal im Jahr eine Kompetition hatten, das erste Vogelei von einem steilen Felsen mitten im Meer zu holen. Der Sieger wurde Chief für ein Jahr…und natürlich war während des Wettkampfes das Töten des Gegners erlaubt. Apropos Zahlen….200.000 Touristen pro Jahr in Französisch Polynesien und  150.000 alleine auf der Osterinsel…. trotzdem, ganz französisch Polynesien hat im Jahr so viele Touristen wie Hawaii in 14 Tagen. Also so kam Chile zu der Osterinsel, wurde einfach einem Privatmann abgekauft, dem diese Insel „ gehörte“ , dann Hawaii, wurde einfach von den Amerikanern eingenommen, so wie die Krim durch die Russen, denn Hawaii war zu diesem Zeitpunkt bereits ein eigener Staat! Sic ! Ja, und Samoa ist hier auch nicht uninteressant da es zwei Samoa‘s gibt. Ein unabhängiges und ein amerikanisches Samoa. Natürlich geht die Datumsgrenze genau zwischen diesen Beiden durch, und das unabhängige Samoa wollte dann letztlich auch den Linksverkehr ( ist erst vor kurzem von Rechts auf Links umgestiegen ). Man muss sich wie es scheint schon ein bisschen voneinander unterscheiden…..

6. Tag: Ua Pou

habe den Tag eher vertrödelt…

Postschiff I-2252Postschiff I-2262Postschiff I-2249Postschiff I-2246

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

7. Tag: Hiva Oa

Atuona – Paul Gauguin und Jacques Brel  sind hier begraben und haben hier gelebt… 

Zu Paul Gauguin: Es gab einen Vortrag über Ihn in seinem Museum hier. Gauguin dürfte als Person nicht uninteressant gewesen sein. Ich kann seinen Bildern zwar nichts abgewinnen….aber die Geschichten über Ihn sind nicht schlecht. Auf der einen Seite schneidet sich VanGogh wegen ihm ein Ohr ab, und  Gauguin hat eine Freundin aus Java die mit einem kleinen Affen auf der Schulter in Paris herumspaziert…..dann nachdem 5 Seeleute Ihn wegen seiner auffälligen Freundin aufmischen, er sich dabei einen offen Beinbruch zuzieht….mit anschließendem Opium und Absinth Abusus…es gäbe noch einiges…aber sei’s drum..wie auch immer – zusammen mit 13 jährigen Mädchen /Frauen sich auf sie Marqeusas zurückzieht….angeblich damals „Normal“ und malt…. ( Kurzfassung )

Zu Jacques Brel :

 

8. Tag: Fatu Hiva

Fatu Hiva gilt als eine der romantischsten und landschaftlich Schönsten der  Marquesas Inseln und ist die kleinste der Marquesas – zwei Orte gibt es hier,   Omoa und Hanavave und geplant ein 15 km Hike…. so ….und die Insel ist traumhaft, und mit 100% iger Sicherheit die Schönste bisher….und die Wanderung hat richtig gut getan.

Postschiff I-2660Postschiff I-2658Postschiff I-2604Postschiff I-2571Postschiff I-2569Postschiff I-2500Postschiff I-2472Postschiff I-2549Postschiff I-2677

Wanderung UA POU--4Bora Bora Drohnenrest und Panorama-2843Wanderung UA POU-81Wanderung UA POU-82Wanderung UA POU-85Wanderung UA POU-87Wanderung UA POU--2Wanderung UA POU-9. Tag: Ua Huka

Hat nur etwa 500 Einwohner…

Hier ist wieder so ein Beispiel wie Nachhaltigkeit im Tourismus funktionieren kann. Das Postschiff legt hier in einer Bucht nach einem etwas kompliziertem Manöver an. Und es wird nicht auf dem Schiff gegessen, sondern auf der Insel, man besucht den lokalen Handwerksmarkt…es bleibt Geld hier…. 

10. Tag: Nuku Hiva & Ua Pou

Über Nacht ist die ARANUI nach Taiohae auf Nuku Hiva gefahren, wo Sie ein zweites Mal anlegt. Keine Besonderheiten meinerseits, außer dass mein Zimmerkollege nicht mehr aus der Toilette rauskommt..und am Nachmittag sich herausstellt dass mehrere irgendwann was falsches gegessen haben….und sich ein anderer Passagier das Bein gebrochen hat….ja die Schwerkraft, ist keine Kraft, sondern ein Fallen. Ein Fallen, das den Krümmungen der Raumzeit folgt. – laut Einstein…..oder wie Sebastian 23 schreibt ( hatten wir zwar schon ..aber weil‘s so nett ist )…….Hinfallen ist wie anlehnen…..nur später. 

Da einem hier bei den Kultstätten immer wieder diese Petroglyphen unterkommen welche natürlich die Assoziation zum Einstürzende Neubauten Logo einem mehr als aufdrängen müssen Sie zum Abschluss nochmals aufspielen….und auch weil Blixa im Lied die Interimsliebenden mit Metaphern spielt dass es nur so … und die Themen wie Urknall, Semtex, und wer stellt schon Plankton der Philosophie gegenüber….

 

Interimsliebenden Songtext

Einstürzende Neubauten

Die Interimsliebenden

Während nur eines Zungenschlags
gibt es Urknall und Wärmetod
vom roten Riesen bis zum weissen Zwerg
die ganze Skala
mir fallen kosmische Dimensionen
aus dem Mund
in der Beschreibung eines Kusses
der Interimsliebenden

der Interimsliebenden
im Interim

Zwischen Mikrophon und Makrokosmos
zwischen Chaos und ohne Ziel
zwischen Plankton und Philosophie
zwischen Semtex und Utopie

gibt es sie
die Interimsliebenden

in ihren gemeinsamen Mund
lebt ein Kolibri
mit jedem seiner Flügelschläge
dafür das Auge viel zu träge
Kulturen erblühen und vergehen
ganze Kontinente untergehen
hier gibt es keine harmlosen Worte
alle viel zu gross
und das einfachste Beispiel explodiert
in 10^14 für
die Interimsliebenden

die Interimsliebenden
im Interim

zwischen Zahnschmerz und Nelkenöl
zwischen Genesis und sixsixsix
zwischen c“ und Vitamin C
zwischen Ultramarin und maritim

sind Interimsliebende intim

die Interimsliebenden
im
INTERIM

Während nur eines Augenaufschlags
haben sie geputscht
die Regierung gestürzt
Parlament aufgelöst
das Ergebnis anulliert
haben Wahlen wiederholt
sind letzendlich exiliert
von Geschichte ausradiert
Ich stapfe durch den Dreck bedeutender
Metaphern
Meta, Meta, Meta für Meter
mit Gesten viel zu breit
für die Interimsliebenden

die Interimsliebenden
sind Liebende im Interim

zwischen temporär und Tempura
zwischen Seil- und Säbeltanz
zwischendurch und auf dem Meeresboden
zwischen Semtex und Utopie
liegen sie sich in den Armen

Verschlingen aus Durst
das letzte bisschen Licht
es gibt sie gestern nicht mer
und morgen noch nicht
die Liebenden
die Interimsliebenden
es gibt sie gestern nicht mer
und morgen noch nicht
nicht wirklich
die Interimsliebenden
es gibt sie gestern nicht mer
und morgen noch nicht

 

Atombombenversuche im Tuamotu Archipel. 

In einem Interview von 1965 zu diesem Ereignis zitierte der Physiker Robert Oppenheimer aus dem indischen Epos Bhagavad Gita:

»Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.«

das Video ist zwar auf spanisch aber es sind unglaubliche Bilder dabei…

Bis jetzt darf man hierher – als Nicht Franzose- keinen Geigerzähler mitnehmen, wo denkst du hin?- gilt angeblich als Spionage Akt. Aber alles soll angeblich ganz normal sein – keine erhöhten Strahlenwerte… Damals hat unter anderem der französische Geheimdienst ein Greenpeace Schiff versenkt , nur blöd dass einer dabei umgekommen ist….und noch dazu ein Reporter.. zuerst waren die Atomtests ja  in Algerien, aber nachdem sie dass verloren hatten wurde ein neues Gebiet gesucht, und – hier gefunden. Irgendwie paradox , wenn man, wie ich , hier gedanklich das sogenannte „ Paradies“ ansiedelt, und dann ist gleich um die Ecke  das lokale Tschernobyl – aber nicht nur einmal. Na klar ist die Leukämie Rate angestiegen….die erste Atombombe hier hieß übrigens Achilles und wurde in der Nacht gezündet…hat dann doch alle ziemlich beeindruckt…anschließend und anscheinend waren das aber die „goldenen Zeiten“ mit Frauen und Casinos …bis 1996 ..nach insgesamt 193 Atomtests…es beendet wurde und die goldenen Zeiten vorbei waren.

 

11. Tag: Ua PouRangiroa

Seetag. Lesen und Fotos bearbeiten können, passt gut. Es kommen jetzt viele Gedanken an zu Hause…ich schlafe nicht mehr so gut…..Mir wird schweren Herzens bewusst dass es das war…..aus eine kurze Geschichte der Menschheit Die meisten Menschen genossen vermutlich die Intimität der umherziehenden Gruppe, doch die Unglücklichen, die sich die Feindschaft oder den Spott der anderen zuzogen, hätten Sartre beigepflichtet, als er sagte, »die Hölle, das sind die anderen«. die Tage sind besser geworden, es findet sich dann doch eine Gruppe von Personen die du,  und die dich,  nett finden auf dem Schiff…  die Gruppendynamik ist ok…und auch wieder nicht uninteressant….

TUAMOTU-Archipel

12. Tag: Rangiroa

Rangiroa ist das größte Atoll von Französisch Polynesien – etwa 240 Motus bilden einen Ring um die weitläufige Lagune. Schwimmen und Schnorcheln in einer riesigen „Badewanne“. Nachmittags – nachdem die Crew Kopra geladen hat – Kurs auf die Gesellschaftsinseln. Nur so nebenbei- Absurderweise gibt es hier auf diesem Atoll ein Vinyard…

Bora Bora-2-9

DCIM/PANORAMA/100_0418/DJI

 

DCIM/PANORAMA/100_0425/DJIOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Postschiff I-8378Postschiff I-8296Postschiff I-8257

Diese Diashow benötigt JavaScript.

         

                  GESELLSCHAFTSINSELN

 

13. Tag: Bora Bora

Bora Bora Drohnenrest und Panorama-2587dji_0014b361e5ef-9984-4c3c-b264-2d7ca72fc2e6

Mittags werden Sie zu einem Picknick auf einem der malerischen Motus eingeladen …so steht es auf dem Programm!

Und es ist ein großartiger Tag. Zum Abschluss noch einmal Stingrays, Sharks und Korallengarten , Barbecue auf einem MOTU ( kleine Koralleninsel ) ….und Wehmut kommt auf…. es ist vorbei……und ich habe mir schweren Herzens kein Tatoo stechen lassen…zum Abschluss noch einmal in der Riesenbadewanne schwimmen…

 

14. Tag: Papeete

Die  Fahrt mit der ARANUI ist zu Ende. Letzte Nacht auf Tahiti…zum Abschluss Luxus…..Hotel mit Pool und Blick auf  Moorea mit Sonnenuntergang!

img_7883

….so und ich habe wie es scheint den Blog zu früh online gestellt….bis jetzt habe ich, wenn die Flugzeiten geändert wurden, oder das Gate gewechselt wurde immer ein E- Mail bekommen. Aber wenn der Flug gecancelt wird, scheint das nicht notwendig zu sein. Na ja, ich sitze jetzt am Telefon und am Netz, bin aber dann im Flieger Papeete – Auckland und dann Auckland – Tokyo. Ich werde also da nichts ausrichten können. zumindest habe ich den Anschlussflug London – Wien…zwar keinen von Tokyo nach London… aber…die British Airways wird’s schon wissen…. jetzt wird’s heimkommen sogar noch tricky…

img_7903

British Airways kann mich mal…

Sonnenuntergang Papeete-2996Sonnenuntergang Papeete-1869Sonnenuntergang Papeete-1838Sonnenuntergang Papeete-210

LONG WAY BACK HOME

Das war so richtig ein gutes Gefühl, so heimkommen..und ankommen…es ärgert mich jetzt. Und es ist schon unglaublich welche Reißleinen dann nicht funktionieren. Normalerweise bekomme ich sofort ein über CheckMyTrip eine Meldung wenn das Gate gewechselt wird, der Flieger eine Minute später wegfliegt. Und hier NADA! Nicht eine Meldung, der Flug Tōkyō-London war einfach weg, gecancelt, keine Mitteilung, nichts. Reiner Zufall dass ich das bemerkt habe. Ich wollte einfach mir einen Zeitplan zurecht legen, wie lange ich wann wo bin und Transferzeiten, und dann ist der Flug weg. Ok checken, Telefonate. Dann ein paar Stunden vor dem Abflug kommt rein dass auch der Abflug von Tahiti –  Auckland – Tōkyō um drei Stunden verschoben wurde – ohne Kommentar..ich nehme erneut Kontakt auf und weise darauf hin dass bei einer Transferzeit von „ einer Minute“ in Auckland sich dass wahrscheinlich nicht ausgehen wird. Also dann der Stand der Dinge zu diesem Zeitpunkt. Es ist unmöglich den Anschlussflug in Auckland nach Tōkyō zu kriegen und der Flug von Tōkyō nach London wurde eben vorher gecancelt. Also Zwei von 4 Flügen nach Hause nicht OK ! Soweit so gut. Wie komme ich nach Tōkyō. Erneut checken, neuer Plan. Ich fliege jetzt nach Auckland, dann nach Hongkong und von dort nach Tōkyō, aber auf einen anderen Flughafen ( Handea) , und weil ich eh die Zeit der Welt habe, soll ich dort ein Shuttle zum anderen Flughafen nehmen. Ok . Dann am Flughafen in Tahiti. Sie haben dort jemanden der checkt mir einen Flug mit Air Tahiti Nui jetzt direkt nach Tōkyō ohne Umwege. Erleichterung. Kein zweimal umsteigen über Neuseeland und China.  Bin  jetzt in Tōkyō und versuche den in Zwischenzeit ( zu Hause mein Backup Herr Wehsner ) neu ausgehandelten Flug von Tōkyō – jetzt nicht mit British Airways- jetzt mit Quatar von morgen auf heute umzubuchen ( 30 Stunden Transferzeit ist doch lang ) – fragende Gesichter.. es gibt keinen Flug für mich in ihrem System! Ah! Ich sage ihnen das stimmt nicht, sie meinen, ja es stimmt es hätte wer versucht diesen Flug zu buchen, der wurde aber nicht bestätigt und somit nach dreißig Minuten wieder aus dem System gelöscht, das können Sie sehen, aber jetzt nichts machen. Ich könnte zu LAN gehen, die könnten dass für mich machen, aber am Tōkyō Airport gibt es  keinen LAN – Schalter.  Also ich sitze jetzt am Flughafen fest und habe zur Zeit keine Ahnung wie es weitergeht…zur Zeit kein Ticket für nach Hause. Habe jetzt im Kapselhotel am Flughafen eingecheckt. Der Backup arbeitet …nach einiger Zeit Entwarnung … Flug am 11. mit JAL nach Hause… Ich glaube es erst wenn ich da bin ….

IMG_7930

 

EPILOG 

aus eine kurze Geschichte der Menschheit:

Wie sehr wir unser Leben mit Gegenständen zugerümpelt haben, bemerken wir normalerweise erst, wenn wir umziehen. Die Jäger und Sammler zogen fast jeden Tag um und mussten alles, was sie mitnehmen wollten, selbst schleppen.Wenn Archäologen der fernen Zukunft unser heutiges Leben rekonstruieren wollten, dann müssten sie sich nur unseren Wohlstandsmüll ansehen.

Ja, es ist vorbei mit dem – aus dem Koffer leben – was an Gegenständen!! habe ich vermisst? Ich darf gar nicht daran denken wieviel Wohlstandsmüll ich schon angehäuft habe…wer möchte meine…..kaufen? Nicht wir haben den Weizen domestiziert, der Weizen hat uns domestiziert. Das Wort »domestizieren« kommt vom lateinischen Wort domus für »Haus«. Wer lebt eingesperrt in Häusern? Der Mensch, nicht der Weizen. 

Aber wie brachte der Weizen den Homo sapiens dazu, sein relativ angenehmes Leben gegen eine derart armselige Existenz einzutauschen? –  Ja, und wer das gerne wissen möchte ……Aber wenn der vierzigste Geburtstag naht, haben sie eine Hypothek und schulpflichtige Kinder am Bein und meinen, ohne Mercedes und Bordeaux nicht mehr leben zu können. Was sollen sie tun? Wieder Wurzeln ausgraben? Natürlich nicht. Stattdessen kämpfen sie um eine Beförderung und strampeln sich weiter ab. Eines der ehernen Gesetze der Geschichte lautet, dass ein Luxus schnell zur Notwendigkeit wird und neue Zwänge schafft.

 

Wo sind meine Schuhe? Songtext

Wo sind meine Schuhe?
Wo sind meine Schuhe?
Wo sind meine Schuhe?
Wo sind meine Schuhe?
Nicht unter meinem Bett
da sind nur die Überreste
alter Kisten
Verlorenes Vergangenes
die Liebesfaxe der Verlassenen
Beziehungsreste
der Staub aus meinen letzten 1000 Tagen
bedeckt die Narben
vergangener Geschichten
nicht frisch doch unverheilt
nur nicht meine Schuhe

Irgendwo ist sicher auch mein Hemd
irgendwo ist sicher auch mein Hemd
irgendwo ist sicherlich mein Hemd
ich bin sicher ich kam mit einem Hemd

In meinem Schrank sind davon jede Menge
aber auch ein Kleid
was mir nicht passt
mir nicht gehört
auch das noch
es wird sicherlich bald abgeholt
unerwartet unerwünscht
jetzt das Wiedersehn
sticht mir ins Auge
haut mir ins Gemüt
aua!

von irgendwo von irgendwo
von irgendwo kam ich hierher
und irgendwie und irgendwie
hab ich’s geschafft von irgendwo hierher

Zeit zu gehen
Zeit zu gehen
ich zittere
Wo bitte ist mein Herz?
Wo bitte ist mein Herz?
Wo bitte ist mein Herz?
Tremor

2 Gedanken zu “Castaway

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s