Die Farbe Gelb

PROLOG

Gelb …. die Antwort auf die Frage welche Farbe hat China. Stimmt oder?

Aber nicht nur Patrioten, auch Pornos tragen in China gelb. Dramatische Werke der Damen Beate Uhse und Orlowski findet man beim gut sortierten Chinesischen Straßenhändler unter dem Stichwort »Gelber Film« . Dem Prestige der Farbe hat  das bis jetzt noch nicht geschadet .

….VIEL, viel Text diesmal und wieder Fotos……eine akademische Chinareise……wie ich der Pia geschrieben habe…und ich versuche Links einzufügen, befürchte aber, dass es „China – technisch“  wegen der Restriktionen evtl. manchmal ins Nichts führen könnte.

Gerhard Polt: Sie! Der Chines’ is’ ja praktisch der Italiener Asiens!

Es ist ganz einfach: Die Familie geht vor. Die Gruppe geht vor, das Individuum ist sekundär.

….und das Essen…ist wichtig 

 

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Shanghai last day-7430Tut mir leid wegen der vielen …gleichen Fotos…

….aber ich hatte die Chance ihm beim Fischen zusehen zu können.. ( in der Nacht ) … und das dürfte mich dann doch beeindruckt haben….

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»Herr Wang!« 

Nicht wundern. 95 Millionen Menschen in China heißen Wang!

> Geschriebenes ist eine Kombination aus  Gebrauchsanweisung für China und Selbstgesticktem <

In einigen Familien war einst beim Anblick eines frisch geborenen Mädchens die Enttäuschung der Eltern oft so groß, dass sie ihm einen Namen verpassten wie zhao di, »Wink den kleinen Bruder herbei«, oder lai di, »Komm, kleiner Bruder«: auf dass es beim nächsten Mal klappen möge. Früher war es Sitte, einen aus zwei Zeichen bestehenden Vornamen zu wählen, sodass einem noch heute manch glückliche Fügung die Bekanntschaft von Frauen beschert, die »Intelligent und wohlriechend«, »Glücklich und fröhlich« oder aber »Sommerfrühling« heißen, was schon ziemlich cool ist – finde ich. A propos Bekanntschaft. In Shanghai bin ich wiederholt von Pärchen , aber viel mehr von einzelnen Frauen angesprochen worden. Aus Anekdoten weiß ich, dass eine Kaffee Einladung hier sehr schnell, sehr teuer und auch sehr unangenehm werden kann…

Wenn Man Chinesen trifft  – laut Recherche – gibt es auch :  Herr »Befreiung Wang«, Herr »Baut-den-Staat-auf Zhang« und Herr »Liebt-die-Armee Li« – Die Geburt eines »Widersteht-den-Amerikanern Wu« (Wu Kangmei) es ist wie bei uns , es gibt regelrechte Modeströmungen: In den 1950ern waren es Namen wie Jiĕfàng解放 (Befreiung) so wie bei uns die „ Kevin‘s“ und Jaquline‘s…übrigens, der häufigste Vorname ist heute Wĕi伟 (großartig)

Chinesen stellen den Familiennamen grundsätzlich vor den Vornamen und tun es damit uns Österreichern gleich, wo der Raudaschl Sepp dem Eisl Franz die Meinung sagt, wenn der bei der  Gstöttner  Resi zu weit gegangen ist…..

So ist der Künstler Ai Weiwei korrekt als Herr Ai zu begrüßen und nicht als Herr Weiwei, was sich noch nicht überall herumgesprochen hat. Es ist ganz einfach: Die Familie geht vor. Nicht wahr »Sohn Nummer zwei!«. ? »Kleine Schwester Nummer vier!«, »Großer Bruder Nummer drei!« oder einfach »Alter Großer!« ! Man ist der Sohn vom Bruder des Vaters, der älter ist als du (tang xiong) – oder aber der Sohn vom Bruder des Vaters, der jünger ist als du (tang di). Wenn es ein Sohn vom Bruder der Mutter ist, heißt er natürlich wieder anders.

Da wird erzählt vom mustergültigen Sohn, der sich in der heißen Sommernacht nackt vor dem  Bett seiner schlafenden Eltern legt, damit die Mücken sich an seinem Blute laben und die Eltern verschonen. Das ist  Chinas Normenwelt . Hier hat es immer die Vorstellung gegeben, das eigene Leben sei in den Dienst anderer zu stellen: manchmal in den des Staates, meist in den der Familie, immer aber in den der Eltern. Die Gemeinschaft steht über dem eigenen Wohl. Wie bei den Ameisen. Die Gene werden hier darwinistischen Prinzipien treu im Kollektiv bewahrt. Für mich zwar, bezogen auf das einzelne Gen, nicht ganz nachvollziehbar…. aber es erklärt den ungewöhnlichen Erfolg der chinesischen Expansion – finde ich. Die wirtschaftliche Modernisierung zersetzt die alten Familienstrukturen aber zunehmends – höhrensagen- , und führt im Turbo Konsumlust und zaghaften Individualismus – von Südkorea! ein. ( ich plappere nur nach ) In den Städten zumindest war zudem  die Ein-Kind-Politik erfolgreich, die mittlerweile in vielen Familien die Tradition auf den Kopf gestellt hat: Heute steht oft die ganze Familie dem einen verwöhnten Fratz zu Diensten. Die ich zunehmend hier nicht aushalte. Laute Mütter und noch lautere Kinder und alle mit Ellbogentechnik ausgestattet. 2015 trug die Partei die Ein-Kind-Politik endgültig zu Grabe, denn auch China altert, der Staat will seine Bürger wieder zum Kinderkriegen animieren. Bitte Nicht!  Im Moment kommen bei den Geburten in China auf 100 Mädchen fast 114 Jungen, in sechs Provinzen waren es sogar 130 Jungen. ( warum wohl ) Das Bevölkerungskomitee warnte, bis zum Jahr 2020 könnte es in China 30 bis 40 Millionen frustrierter junger Männer geben, die keine Frau finden – die Chinesen nennen sie »nackte Zweige« sehr treffend und blumig wieder einmal finde ich. Nackte Zweige, zum niederknien…: »Mehr Verbrechen und soziale Probleme, Frauenentführungen ( sic! ) und Prostitution sind als Folge gefürchtet. Das Problem wurde   verschärft durch die Verbreitung der Ultraschalltechnik. Offiziell ist die Abtreibung verboten . Aber „Mann“ zieht mit mobilen Ultraschallgeräten von Dorf zu Dorf und bietet heimlich  diverse Dienste an.

Sprache Teil 6 –  Chinesisch

Chinesisch, dem es auf wundersame und vorbildliche Weise gelingt, praktisch ohne Grammatik auszukommen, zumindest ohne all die stacheligen Konjugationen und garstigen Deklinationen, ohne die Fälle, ja sogar ohne die Tempi, die einen in Europa beim grenzüberschreitenden Flirten, Fluchen und Feilschen so plagen. Geht nicht? Geht doch: Wenn Sie auf Chinesisch ausdrücken wollen, dass etwas gestern passiert ist, dann sagen Sie halt »Gestern«, das arme Verb können Sie getrost in Frieden lassen. Mit schuld am Ruf der Unerlernbarkeit ist die Tatsache, dass jedes Wort im Hochchinesischen in vier Tonhöhen ausgesprochen werden kann (im Kantonesischen sind es sogar sechs) –und dass es jedes Mal etwas anderes bedeutet. > Zitat <

»Viel zu tun haben« heißt mang  . Das Zeichen besteht aus zwei Teilen: neben einem Herzen – der Tod. Sehr originell …Aber es gibt auch >  Zwischen zwei Türflügeln der Mond  <   Und das bedeutet Xian und  ist noch heute in China das Wort für Muße. Nicht minder originell…

Apropos Muße : Die Chinesen haben es schlechthin zur Meisterschaft darin gebracht, ihren Hintern auf den eigenen Unterschenkeln Platz nehmen zu lassen. und auch bei Vorhandensein einer Bank lediglich deshalb auf selbigen zu  klettern, um, oben angelangt, erneut in die Hocke zu gehen und  eine zu rauchen. Und die Assoziation Klo/ Hocke ist natürlich nicht weit weg. Natürlich tun sich die mit ihrem Plumpsklo leichter als ich und ihre Trefferquote ist hoffentlich höher.

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Seit Tausenden von Jahren lesen Chinesen von rechts nach links, also von hinten nach vorn von oben nach unten, jetzt nicht mehr . Somit zum Thema Sprache….und ich schreibe nicht viel darüber, denn ich habe einen sensationellen Artikel zu diesem Thema gefunden….den ich verlinken möchte.

der Zauber der Schriftzeichen 

Das galt spätestens, seit der erste Kaiser im Jahr 221 vor Christus alle im Reich umherzigeunernden Zeichen ins Einheitsquadrat pferchte. Anders als bei uns hat ein chinesisches Zeichen mit der Aussprache des Wortes, das es darstellt, nichts zu tun. Wenn ich aus den mir im Deutschen zur Verfügung stehenden 26 Buchstaben – das für mich zumindest bislang unbekannte-  Wort »Pflumpf« kreiere, dann wissen Sie sofort, wie Sie es auszusprechen haben; begegnet hingegen ein Chinese einem Zeichen, das er noch nie gesehen hat, steht er erst einmal sprachlos davor. Im Chinesischen muss man jedes Wort doppelt lernen: Aussprache und Schreibweise.Um einigermaßen Zeitung lesen zu können, braucht einer einen Wortschatz von 3000 bis 3500 Zeichen. Ein Hochgebildeter kommt auf bis zu 15000! Somit habe alle dasselbe Schreibe- System, aber  8 Dialekte..und Sie können japanische, koreanische usw Zeitungen lesen, aber sich nicht darüber unterhalten…ma….

Ein chinesischer Muttersprachler aus Beijing dürfte oft nicht viel mehr Kantonesisch oder Minnanhua verstehen als ein deutscher Besucher. Lesen kann er es freilich schon, denn die geschriebene Sprache ist nahezu identisch:Homophonie. »Irgendwie klingt auf Chinesisch alles gleich« ..die Chinesen haben nur 400 Silben im Vergleich zu uns mit über 10.000 ! Da muss dann die Tonhöhe herhalten die moduliert wird. Durch diesen Trick vervierfacht sich die Anzahl der Silben mit einem Schlag. Im Vietnamesischen und Kantonesischen 6fach ! Die Verwechslungsgefahr von qĭng wèn (»darf ich fragen«) mit qĭng wĕn (»darf ich küssen«) ist noch ziemlich lustig, wer shíshī (»etwas umsetzen«) und shìshì (»versterben«) verwechselt, greift schon eher daneben. So wird die Zahl Vier sì genauso ausgesprochen wie das Wort ›sterben‹ sǐ . Aus diesem Grund findet sich in ganz China garantiert kein Taxi-Unternehmen mit einer Vierer-Nummer – während die Fledermaus fú als Garant für Glück fú steht. Und das jetzt, könnte ich zum Thema Essen und Trinken tun , aber ich lasse es unter Sprache. Das Wort Lu bedeutet sowohl Hirsch als auch Karriere…. das impliziert, dass die Chinesen, die einzigen Geschöpfe dass sie neben dem Panda – Bären nicht essen, der Hirsch und das Reh sind.

Sensationeller Artikel über die vietnamesische und chinesische Sprache und auch in Bezug auf Deutsch und Sprache allgemein …PDF 

 

Klicke, um auf trinh2014vietnamesische-qxunct.pdf zuzugreifen

Religion 

Vor dem Frühstück wird  den Ahnen gehuldigt , ein Opfer um die Mittagszeit für Buddha und beten  des Nachts im daoistischen Tempel. Wenn’s hilft. Ja das wars bisher in meinen asiatischen Ländern. Was die hier anbeten, ich weiß es nicht, und ich glaube sie selber auch nicht. Hier sind Zahlen  – nur ja nicht die Vier – klingt so wie sterben – und Planetenbahnen wichtig, ob du im Jahre des Hundes oder wie ich im Hasen geboren bist.

Die Daoisten haben  Naturergebenheit gepredigt, sie waren es, die das Yin und das Yang zum Höchsten Äußeren, zum Taiji, verschmolzen. Sie lehrten, dass das Dunkle nicht ohne das Helle, das Kühle nicht ohne das Warme, das Weibliche nicht ohne das Männliche und auch das Gute nicht ohne das Böse auskäme, sogar dass beide sich vielmehr gegenseitig durchdrängen und bedingen. Vielleicht daher die Gelassenheit der Chinesen im Umgang mit Widersprüchen, ein Kommunismus der ein Tourbokapitalismus und Nationalismus sondergleichen ist. Amerika schau rüber. Aber aus irgendeinem Grund scheinen wir im Westen groß gewordene, so beschaffen zu sein, dass wir das Widersprüchliche nicht gut aushalten, aber die größte Delegation seit jemals,  zur Zeit nach China schicken. Herr Van der Bellen und Herr Kurz. Ich habe den Boden für Sie vorbereitet.

 

 

Geschichte

Es war einmal…… ein berühmter Eunuch und Admiral des Namens Zheng He (1371 –1434). Und Herr Zheng He beherrschte mit  China die Meere. Das Reich war den späteren Seemächten Portugal, Spanien und Holland an Ressourcen weit überlegen und technisch voraus. Zheng He, Admiral des Kaiser, mit dem verglichen Kolumbus ein Hobbysegler war. Zheng He befehligte 27 000 Seeleute auf 300 Schiffen, unternahm sieben Expeditionen nach Südostasien, Indien, Afrika und Arabien. Astronomen und Meteorologen begleiteten ihn. Und jetzt zu Kolumbus. Kolumbus hingegen hatte gerade mal 90 Mann und seine drei Nussschalen waren nur halb so groß wie Zheng Hes 140 Meter langes Schiff mit neun Masten. Abgesehen davon dass die Italiener dann die Nudeln als ihre Erfindung propagieren konnten. Aber Vespucci ist ja auch nicht schlecht….. Die Chinesen hatten später keine Lust mehr zu expandieren und haben sich sogar abgeschottet, und sich somit selbst ins Knie geschossen . Unmittelbar nach dem Tod des Admirals und seines Kaisers nämlich geschah in China etwas  Unbegreifliches: Die Flotte verschwand ganz einfach, das Reich amputierte sich am eigenen Leib. Vier Jahrhunderte chinesischer Seefahrtstradition endeten abrupt. Im Jahr 1500 belegte der Hof jeden mit der Todesstrafe, der ein Schiff mit mehr als zwei Masten baute, ein Vierteljahrhundert später ließ die Regierung alle hochseetauglichen Schiffe zerstören. Es entschied sich für die Abschottung und Isolation des Reiches. Was bringt es uns schon diese Barbaren zu besuchen. Wir sind die Mitte des Reiches -we are the best- …. ungefähr so war die Psychologie, nimmt man an.

Aber jetzt wird er wieder hervor geholt der Herr Zheng . Das Beispiel Zheng He‘s soll  eine an die Welt gerichtete Botschaft werden , es soll das Bild eines »friedlichen Aufstiegs« Chinas unterfüttern, ein Land dass quasi ! ( endlich konnte ich es mal unterbringen ) also ein Land dass QUASI ( Hallo Gert ) genetisch unfähig zur Aggression ist , aber das phänotypische  raumgreifende und provozierende Auftreten Chinas, die schrittweisen Versuche das südchinesischen Meer zu inkorporieren , verstört dann doch würde ich sagen,…

Warum wählte China diesen Weg? Weil die Barbaren an den Rändern der Welt hätten der großartigsten Zivilisation unter dem Himmel ohnehin nichts zu bieten. Wahrscheinlich also deshalb: weil China nicht gierig genug war oder sowas von überheblich, ich finde , einfach nur dämlich…..

In der Tat ist das Frühlingsfest alias Chinesisches Neujahr oder Chunjie das wichtigste Fest des chinesischen Jahres, quasi Weihnachten,Ostern und Geburtstag in einem – und diese Feier begeht man im Kreise seiner Liebsten. Laut dem chinesischen Ministerium für Transportwesen fanden 2015 in den sechs Wochen rund um das Fest 2,8 Milliarden Reisen statt. Das ist statistisch eine Hin-und Rückfahrt für jeden Chinesen.

Wer immer eine Nacht mit einer chinesischen Reisegruppe auf dem gleichen Stockwerk verbracht hat, der weiß: Es zieht sie dorthin, wo schon die anderen sind , und es geht  unglaublich laut zu. Das Übernachten in Hanoi entbehrte jeder Vorstellung, wo ich zusammen mit einer chinesischen Reisegruppe war. Da war bis jetzt jede Übernachtung in all diesen Hostels wo ich gewesen bin , das Zelten usw… mit all den Adoleszenten ein Lärchalschas….

…und wieder das Spiel wer schaut durch die Tür, das Fenster…und ein paar Geschäftstüchtige….

 

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…das nenne ich Freiheit , das…….würde bei uns geahndet…..mit solchen Pyama`s herumzurennen..

Ich steige in Hongkong in den Zug nach…

Guangzhou oder so ähnlich …und hoffe ich werde am anderen Ende von jemand abgeholt der mich zu einem anderem Bahnhof bringt. Sozusagen vom West zum Südbahnhof.  Ein Herr Chen Wenyu sollte mir dort behilflich sein. Es gibt keinen Chen, ein Julian hilft mir. Auf zum andern Bahnhof.

Ich sitz jetzt da jetzt mutterseelenallein ( sic! ) am Bahnhof mit gefühlten 50000 Chinesen oder doch eine Million? Ich fühle mich echt in der Minderheit. Wo seid ihr, ihr Westler? Warte auf den Anschlusszug nach Guilin. Hongkong liegt hinter mir und viele Gedanken kreisen im Kopf. Kein Privatleben für die Öffentlichkeit, das Leben und der Zufall. Mein Transfer vom Südbahnhof zum Sagen wir mal Westbahnhof hat so ca eine Dreiviertelstunde gedauert…am Sonntag.  Mein Transfer hat sich den deutschen Namen Julian gegeben, heißt aber sowas wie  Yen Tien Tao …was wiederum sowas heißt wie Streng , Stark und Wasser im Ozean . Also > Streng, Stark und Wasser im Ozean < hat mich hier am Bahnhof ausgesetzt und ich harre der Dinge. Am Boden sitzend, da hier aber  sowas von kein Platz ist,  und es sind noch zweieinhalb Stunden zu warten um den Anschlusszug zu erwischen.

Im Zug. 275 km/h.  Rechts und hinter mir in Summe zwei ca 5 jährige verzogene  – wirklich – Fratzen. Das Resultat der Ein Kind Politik? Dann kommt irgendwann die Station Guilinixi auf der Anzeige. Ich muss nach Guilin. Ich schau sicherheitshalber nochmal auf das Zugticket. Da steht Guilinixi. ??! SHIT. Soll ich jetzt aussteigen? Noch zwei Minuten zum überlegen. Was Beschisseneres als am falschen Bahnhof mitten in China zu sein gibt es wenig. Ich entscheide mich für aussteigen.  Treffpunkt war ausgemacht Guilin am Bahnhof und als  Ticket habe ich dieses Guilinixi. Draußen eine Pärchen.  Sie  erkennen meine Hilflosigkeit und kommen auf mich zu. Sie ist von der Ukraine und studiert hier in China. Ich habe ihre Aufmerksamkeit und noch viel viel wichtiger, ihre Hilfe. Sie verlassen mich erst nachdem für mich alles geklärt ist.

Überwachung

Wärmekameras am Hongkonger Flughafen, an allen Bahnhöfen bis jetzt…Was würden sie machen, wenn ich Fieber hätte? Hinweis an alle…sollte sowas bei einer Chinareise sein. Aspirin nehmen und es nicht drauf ankommen lassen. Es gab angeblich eine Zeit wo man an den Gästen im Restaurant mit Infrarotpistolen Fieber maß. SARS, HONGKONG FIEBER, …der Mundschutz… der wird laut Ledge sicher bald ein modisches Accessoir werden. Es gibt ihn ja eigentlich eh schon in den verschiedensten Ausführungen…

Herr Li

Ich bin in Guilin und Herr Li will  mir die Reisterrassen zeigen . Sofern sie zu sehen sind. Es ist sehr sehr neblig….

Longji oder der Drachenrücken ….auf zu den Reisterrassen …..

Ja, irgendwie zur falschen Zeit an diesem  Ort, und das zweimal. Zu Mittag und Jahreszeitlich zu früh. Die Reisterrassen geben irgendwie nicht das her was mein Fotografenherz gerne gehabt hätte. Und man hat zusätzlich das Gefühl,  es handelt sich hier um ein Freilichtmuseum ala Hallstatt. Es ist die Gegend hier wo es die größte Konzentration an ethnischen Minderheiten gibt. Die Jau’s leben zB hier. Hier könnte man sich, glaube Ich, ziemlich austoben was das anbelangt. Aber wieder einmal sensationell gegessen. Reis mit Süßkartoffeln im Bambusrohr gedünstet…( Hallo Ledge )

Yongshuo

Auf dem Fluss dorthin, unter – diesmal aber zu hundert Prozent – Millionen Chinesen. Wie es wohl damals der kleinen  Rose in Amerika gegangen ist, als sie sich im Bus weigerte den ihr zugewiesenen Platz für Schwarze nicht zu nehmen, sondern auf einem Platz der für Weiße reserviert war,  sitzen blieb. Ich fühle mich ein bisschen wie die kleine Rose. Ehrlich, ziemlich eingeschüchtert unter all dieser  – für mich jetzt gefühlter gelben Gefahr….

Also Karstberge, in Haufen, zuletzt gesehen in der Halong-Bucht Bay in Vietnam und sie gibt sie auch in Thailand….( James Bond und Phi Phi Island ) und sie schmücken den 20 Yen Schein. Ich folge dem Geld..Erklärung folgt.

 

Fortschritt

Mit Ihnen muss definitiv gerechnet werden, den Chinesen. Die Chinesen sind echt dran. In Guilin sieht man so gut wie  nur E – Motorräder, und man hört sie nicht !!!  ….auf einmal sind sie da! Wie gebeamt! Mit dem Zug hierher fährt man Höchstgeschwindigkeiten um die 275km/h. Und auf der Flusskreuzfahrt gibt es natürlich Internet. Zwar kein Google, WhatsApp Massenger oder sonst gefährliches Internetzeugs, sicherlich kein You Tube….Bestellt wird nach einem Scan am Tisch , wo ein Barcode aufgeklebt ist, und man bekommt die Speisekarte online aufs Handy. Und bezahlt wird natürlich auch mit dem Handy. Bargeld? Das war gestern. Und das Gepäck wird ständig durchleuchtet, sobald man sich auf ein öffentliches Transportmittel zubewegt. Der Fortschritt hat natürlich auch Nebenwirkungen. Den Pandabären kennt eh jeder, bekommt ja weltweit Unterstützung bei der Fortpflanzung. Aber was ist ein Baji? Der Baiji ist ein weißer Delfin. Angeblich lebte dieser Baiji auf dieser Erde, bevor der Mensch kam, und den ich vor meiner Chinareise nicht kannte . Für den Baiji waren das die guten Jahre – die Zeit vor meinem möglichen kennenlernen. Irgendwann vor vielleicht 20 000 Jahren verließ er das Meer  bevor der Mensch kam – also Mensch im Allgemeinen und nicht ich im Speziellen, und suchte sich einen langen Fluss.  Ja diesen  »Langer Fluss« den wir kennen.  Heute ist der ja unter anderem ein, oder sogar das Sinnbild für Chinas unaufhaltsamen Fortschritt,  mit der  Heimat des gigantomanischen Dreischluchtendamms und  die Ursache für Baji’s aussterben. Eben war er  noch da der Baji, da  war der Baiji neben dem Pandabären eines der Landesmaskottchen, nun ist es sehr  still um ihn geworden.

Aber das ist sicherlich ein Fortschritt:  »Spucken ist illegal!« Überall im Land setzten Städte die Strafen herauf: 50 Yuan kostet es. Aber zum Beweis braucht man angeblich in Kanton ein Tatortfoto….. von meinem letzten Chinaaufenthalt weiß ich , daß bis vor nicht allzu langer Zeit,  der > Rote Platz <  in Peking spiegelglatt war. – kein Schmäh/sichere Quelle. – vor lauter Spucke!

Wie solche Umsiedlungen ablaufen, beschrieb der Shanghaier Rechtsanwalt Guo Guoting : »Bewohner, die ihr Haus nicht aufgeben wollen, werden von der Stadtverwaltung zu einem Gespräch geladen. Wenn sie anschließend nach Hause zurückkehren, ist es bereits abgerissen, die Möbel sind zertrümmert.«

Und um es nur auf einen kurzen Nenner zu bringen, also kurz zusammengefasst. Alles ist größer und schneller als bei uns.

Sogar das hiesige WhatsApp kann mehr. Über WeChat kann man Video-Konferenzen organisieren, an Sprachkursen teilnehmen, im Restaurant bezahlen, einkaufen, die Stromrechnung begleichen, Taxis rufen, Visa beantragen, Fahrkarten buchen, Strafzettel überweisen oder……..

Highway to Hell

Was ist ein Doppelschlag? Schon allein die Existenz des Wortes »Doppelschlag« shuāngchóng dǎjí双重打击 ist furchterregend: Der Begriff bezeichnet den Vorgang, wenn ein Autofahrer nach einem Personenunfall noch mal zurücksetzt, um dem Opfer den Rest zu geben. Dies geschieht in China ziemlich häufig. Verlässliche Zahlen gibt es natürlich nicht –denn wer würde schon zugeben, einen Unfall in einen eiskalten Mord verwandelt zu haben? Doch immer wieder zeichnen Überwachungskameras solche »Doppelschläge« auf. Bleibt die Frage: Warum ist dieses Verbrechen gerade in China so verbreitet? Wird ein Mensch bei einem Unfall getötet, übernimmt in der Regel die Versicherung den Schadensersatz. Überlebt der Verletzte, muss der Autofahrer nicht nur hohe Krankenhauskosten und Schmerzensgeld, sondern eventuell auch eine lebenslange Rente zahlen.

 

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Daoismus…

Wenn ich schon in dem Land bin, dem ich einen gewichtigen Teil meiner Grundphilosophie zu verdanken habe. Dann sei hier Laozi bemüht, der Urahn der daoistischen Philosophie, dem die ständige Belehrungswut der Konfuzianer schon vor 2500 Jahren auf die Nerven ging: »Schafft ab die Heiligkeit, verwerft die Klugheit – die Menschen werden hundertfach gewinnen. Schafft ab die Güte, verwerft die Rechtschaffenheit – die Menschen werden wieder einander lieben. Schafft ab die Geschicklichkeit, verwerft die Gewinnsucht – keine Diebe und Räuber wird es mehr geben«, schrieb er im »Daodejing«. Laozis Anarchismus  und mir eben nicht unsympathische Utopie gipfelt in dem Urteil: »Der beste aller Herrscher ist der, von dessen Existenz man nichts weiß.«

Es gibt da eine Geschichte von Zhuangzi, dem daoistischen Philosophen. Zhuangzi und sein Freund Huizi spazieren über die Brücke des Hao-Flusses. »Schau, wie die kleinen Fischlein umherspringen«, sagte Zhuangzi: »Das ist die Freude der Fische.« –»Du bist kein Fisch«, entgegnete der ewige Besserwisser Huizi. »Woher willst du wissen, was den Fischen Freude macht?« Zhuangzi ließ sich davon nicht irritieren. »Du bist nicht ich«, sagte er. »Woher willst du wissen, dass ich nicht weiß, was den Fischen Freude macht?«

Abendausflug ins Disneyland

„Hund isst man bei uns mehr im Winter – wenn es kalt ist. Hund wärmt. Das ist halt so bei den Chinesen. Das Essen ist gleichzeitig Medizin.  ( am beliebtesten ein Bernhardiner / echt jetzt, werden dafür gezüchtet ) Nur die lokale Minderheit hier die > Jau < bei denen ist es total anders. Die verehren sogar den Hund, da sie in ihrem Glauben von einem solchen abstammen.“ auf den Hund gekommen einmal anders rum……dann, ich mache einen Ausflug zu einem Heimatabend hier. Das hat den Grund, dass angeblich derjenige hier , ein alter Mann,  die Berge zum leuchten bringt und dieser Herr mit seiner Expertise dann bei der Olympiade in China verwendet wurde.

Das chinesische Wort für Glück ist kuai le: »die flüchtige Freude«,

Die Kommunistische Partei oder der Pseudokommunismus oder besser noch „die Verwandlung des Kommunismus in den Konsumismus“

Nicht die Kapitalisten übernehmen die Partei, sondern die Partei übernimmt die Kapitalisten. Die meisten  haben ohnehin den faustischen Pakt akzeptiert, den ihnen die Partei nach Tiananmen 1989 angeboten hat: Schau dass du  Geld machst – und halt den Mund.

Die Partei ist der wahre Buddha der Tibeter«, so die frohe Botschaft des – chinesischen – Parteisekretärs der Autonomen Region Tibet. In China regiert heute nicht mehr der Kommunismus, sondern die nackte Macht. »Chinas Erfolgsgeschichte ist die ernsthafteste Herausforderung für die liberale Demokratie seit dem Faschismus der 1930er-Jahre«, schreibt der Chinakenner Ian Buruma. In  China ist  der Kommunismus tot – aber die Herrschaft der Partei quicklebendig. Auf der anderen Seite haben sie sich als neues Opium den großchinesischen Nationalismus angelacht so hat es den Anschein. Es gibt angeblich heute junge Chinesen, die halten einen Krieg mit den USA für unausweichlich – Weil sie so die Insel Taiwan ins heilige Vaterland / China zurückholen möchten. Also es gibt sie auch hier die ewig gestrigen. Und weil eben die USA China seinen Aufstieg nicht gönnen. Viele haben mittlerweile entdeckt , dass der dem eigenen Volke gegenüber stur behauptete Kommunismus in China Attrappe ist. »Kaderkapitalismus« haben Chinabeobachter das Phänomen getauft.

Der Gini-Koeffizient, der die Ungleichverteilung des Einkommens misst (0 steht für absolute Gleichverteilung, 100 für maximale Ungleichheit), lag in China in den 1990ern bei 32, erreichte 2008 einen Wert von 49 und liegt heute bei rund 46. Der kritische Wert liegt bei 40 !

Nur so nebenbei: auf den chinesischen Schriftzeichen auf dem Olympiaplakat stand »ein neues Jahrhundert und ein neues Peking« , und die an Ausländer gerichtete englische Fassung auf demselben Plakat direkt unter den chinesischen Schriftzeichen hingegen »ein neues Jahrhundert und ein altes Peking«….man will es ja allen Recht machen..

 

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Disneyfizierung Chinas.

In China ist nichts echt. Alles ist eine Fälschung. Eine Altbausanierung  schaut so aus . Das Alte niederreissen und neu aufbauen. Man sieht doch immer wieder eine Altstadt, eine Pagode, um dann ernüchternd feststellen zu müssen…sie ist gut gefaked… nur die Apotheke in Hangzhou ist original..und sie ist super.

In China erzählen sie sich eine Anekdote, 

die von dem armen Bäuerlein, das sich für sein letztes Geld ein paar Sack Samen kauft. Er sät und wartet: Nichts wächst –es waren gefälschte Samen. Der Bauer ist verzweifelt, will nicht mehr leben. Er geht in den Schuppen, nimmt die Flasche Rattengift, die da steht, und trinkt sie auf einen Schluck leer: Nichts passiert –der Giftverkäufer hatte ihn übers Ohr gehauen. Überglücklich über den folgenlosen Selbstmordversuch, beschließt die herbeigeeilte Familie zu feiern. Sie öffnet eine Flasche vom guten Reisschnaps. Jetzt fällt der Bauer tot um –es war gefälschter Schnaps, hochgiftig.

So ist das eben in China heute: Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen. „ Lollex vely cheap“  – Ich glaube das ist China in einem Satz.

Der Kommunismus ist eine Attrappe, dieser Kaderturbokapitalismus ist eine Attrappe. Sogar der eigene Drachenbrunnentee wird gefaked. Eine Ausgeburt  der Markensucht ist das »Armani«-Hemd, das mit »Boss«-Preisschild in der »Ralph-Lauren«-Schachtel verkauft wird. ( Zitat ) alles der Phänotyp ein und des selben Gen‘s. mit dem Namen FAKE ! Fake also Logo, meine Marketingidee ! Wird als Markenzeichen eingetragen…

Menschenrecht ist im Chinesischen auch lesbar als Menschenmacht: Das Zeichen quan kann sowohl »Recht« als auch »Macht« bedeuten. Das ist nicht schlecht oder? Das Wort Macht und Recht sind Synonyme….und …Noch immer ist China das einzige Land der Erde, in dem mehr Frauen Selbstmord begehen als Männer. Es sind vor allem Bäuerinnen, die Gift schlucken und nicht wie in der Geschichte…

> Mei you < das chinesische Pendant zum österreichischen >  Hamma net < das ist ausgestorben , das Gegenteil tritt an , China und die Chinesen haben alles, …… und mein Gefühl tritt auf den Plan , …ich will das nicht…( kaufen ) / …und da sind mir dann wieder die Neubauten eingefallen. Mit meyou/youme. Nur so nebenbei…Blixa spricht Mandarin und hat, oder zumindest hatte er zuletzt eine chinesische Freundin…..oder warum nennt man seinen Sohn wohl Yŏuyú友鱼 (Freundschaft fischen)?

Neubauten

Schönheit und Bleichmittel und der Fußfetischismus

Über das schön sein ist,  wenn Frau nicht braun ist,  habe ich ja schon beschrieben. Ist hier genauso. Aber es wird noch pointierter. Die  Abgrenzung vom arbeitenden Bauern-und Proletariervolk erfüllt bei chinesischen Männern der Nagel des kleinen Fingers, den manche zu einer regelrechten Schaufel heranwachsen lassen.

Kein Attribut weiblicher Schönheit erschien dem Europäer jedoch fremder als jenes, das fast ein Jahrtausend lang imstande war, den chinesischen Mann in lustvolles Entzücken, nicht selten in Raserei zu versetzen: der Lotusfuß. Jene »zarten Bambussprossen«, jene »weißen Teigtäschlein«, jene »bleichen Mondsicheln«, die im Idealfall geschwungen waren wie die Augenbrauen, klein wie der Mund und geheim wie das Geschlecht.und fünfjähriger Mädchen in jahrelanger Tortur abgerungen von wohlmeinenden Müttern (» Du willst doch nicht als alte Jungfer enden!«). Von den Töchtern Chinas bezahlt mit gebrochenen Knochen, mit Eiter, Blut und verfaulendem Fleisch, mit durchheulten Nächten, mit einem Leben als Krüppel, nie weit von den inneren Gemächern (nei ren hießen Frauen auch: »Die im Inneren«). Barbarisch? Den Chinesen schien das Füßebinden lange Zeit im Gegenteil Ausdruck höchster Zivilisation und Verfeinerung. Schließlich war es ein Brauch, der im Kaiserpalast seinen Ursprung und seine Vollendung gefunden hatte –Barbaren, das waren all die Stämme und Völker an den Grenzen des Reiches, deren Frauen sich die Füße nicht banden. ….Frisur, die großen Augen und darunter ein Mund, so rot, ach so rot: ein Feuertropfen im Schneeland. »Wir waren die Ersten«, sagt dieser Mund. »Sind wir nicht schön?«, fragen die Augen und funkeln kokett. »Komm schon, sind wir nicht schön?«, stimmen auch die Lippen ein: »Wir Asiatinnen?«

Unter Reichen und Mächtigen gehört es heute zum guten Ton, sich neben der Ehefrau eine er nai (wörtl.: Zweitfrau) zu halten, der man ein eigenes Appartement, einen eigenen Kleinwagen und eine Unmenge von Frauenhandtäschchen bezahlt. Die dann auf Drängen der Geliebten wiederum der Mann zu tragen hat als Signal an andere Frauen: schon vergeben. Ist nicht Liebe, ist Geschäft: Sex und Selbstbestätigung gegen Unterhalt. ( von Sensei Luo, von der letzten China Reise )

Die Partei schlägt Alarm: In nicht weniger als neun von zehn Korruptionsfällen seien Konkubinen im Spiel. Was, wenn am Ende die Frauen und der Sex die Kommunistische Partei zu Fall bringen? Madame Pompidour …in China. Da wird der CIA sicherlich dann auch wieder seine Finger im Spiel haben.( Achtung Semantik )

Etikette

Ich habe echt Emotionen bezüglich des Verhaltens bei den Chinesen. Erstens sind sie meiner Meinung nach rüpelhaft, laut, und ich habe bis jetzt noch nie, nein aber selten , Probleme mit Kindern gehabt, und an  dieses ständige Schleimhochwürgen kann ich mich echt nicht gewöhnen. Dann diese Ellbogentechnik und der fehlende Raubtier Abstand machen mir am meisten zu schaffen. Keine vornehme Zurückhaltung oder sowas ähnliches wie „ein bitte nach Ihnen“. Nein. Und dann  wird alles irgendwie liegen gelassen , und man wird das Gefühl nicht los,  die scheren sich – im wahrsten Sinne – einen Dreck. Aber angeblich zu Hause ist alles super sauber..( wer’s glaubt ) . ABER . Nachdem ich mich in Hongkong verkühlt habe ( Klimaanlage) / Ledge ist auch verkühlt, und meine Nase ständig rinnt, revanchiere ich mich bei jeder Gelegenheit und auch beim Essen mit dem Schneutzen. Das mögen Sie hier gar nicht. Angeblich ein absolutes NoGo.

Im Flieger nach …..

Hangzhou

Ist ja nichts neues, ständig kontrolliert zu werden. Macht mir nichts aus. Aber bei dieser Intensität und Genauigkeit hinterfragt man dann die gewohnten Kontrollen. Bis ich endlich fertig bin habe ich alles aus meinen beiden Rucksäcken ausgeräumt. Jede Batterie und jedes elektronisches Gerät geht zweimal durch den Scan. Nachher stehe ich vor einem Haufen einzelner Stücke und viele Reisende bewundern meinen Rucksackinhalte während ich wieder alles zusammen räume. Bin ich froh dass ich keine Frau bin und mein elektronisches Spielzeug nicht im Handgepäck habe.

Besuch des > WolkenmachenPauseüberBambuswald < ja so heißt der Park hier wörtlich übersetzt. Vorbei an Teeplantagen wo der beliebteste Tee Chinas gerade gepflückt wird. Nein nicht irgendein Tee. Der >Drachenbrunnentee< Nachdem ich gestern in der> Schilfrohrflötenhöhle < war, keine Überraschung was die Beschreibung anbelangt…

Ja und ab in Apotheke in der Altstadt, die hier sehr berühmt ist,  den heiligen Wurm anschauen. Der wird in Tibetischen Raum geerntet. Ich habe einmal eine Dokumentation darüber gesehen kann mich nur mehr ungefähr daran erinnern. Ein Wurm geht mit einem Pilz eine Symbiose ein und beide wachsen zusammen auf. Diese Ernte wird schwer bewacht weil sündhaft teuer – mit Soldaten Begleitetung abtransportiert .

http://mushroaming.com/tibetischer_raupenpilz_cordyceps_sinensis

Dann noch Tigerknochenpflaster in der Vitrine..…welches aber nur mehr zur Erinnerung >schwermütig < ausgestellt wird. Und diverse Ginsengwurzeln in Alkohol konserviert – auch unbezahlbar- einmal das Liebespaar, dann das behinderte Kind..( die Beschreibung der Ginsengwurzeln in den Glabehältern ) . Und ich schaue mir an wie eine Frau sich ihre Medikamente abholt. Unglaublich. Da wird von den Apotheker*innen gehämmert und gewogen. Eine Tagesration an einem Extrakt aus Wurzeln, Steinen, und diversen Tierbestandteilen hat die Größe eines halben Fußballs und dann zieht Frau mit 14 solcher Verschreibungen von dannen…ich muss an meine Arbeit denken…..

Lomy Schneidel  ( alias Romy Schneider…kleine Hilfe…ich habe mir gedacht sonst begreift das keiner )

Ja die SISSY Filme …Werden hier im Germanistik Lehrgang gezeigt. Kein Wunder dass neben der Trapp Familie und den Amis mit Sound of Music die Chinesen bei uns wegen der Romy Schneider einfallen. Wenn die wüßten dass nachher Karl Heinz Böhm seine Kariere mit Peeping Tom ruiniert hat. Aber dann mit einer Wette bei Wetten Dass die Herzen aller wieder rückeroberte….

Hangzhou….ich bin so verloren unter all den Chinesen/ kein einziger ohne Mandelaugen. Seit Stunden   Unmengen an Chinesen ( Feiertag / Ahnentag sowas wie bei uns Allerheiligen )…und bei den Speisekarten…HILFE… kein Erbarmen für Langnasen. Bootsfahrt auf dem Westersee ( Ich folge dem Geld…abgebildet auf dem 1 Yen Schein )

Aber dann ab in die Teeplantage und Teezeremonie und Drachenbrunnentee trinken, und natürlich dann einen für zu Hause  kaufen. Ein ganz ein neues Gefühl. Ein Mitbringsel..wo pack ich das hin? War wieder nicht gut überlegt. Wäle vielleicht bessel eine Lollex gewesen.

Weiter im Zug nach

Souzhu

..ja es gibt sie die klassenlose Gesellschaft, genauso wie es freigestellte Mitarbeiter gibt. Es kommt nur auf die Formulierung drauf an. Es gibt keine erste oder zweite Klasse im Zug , nein, es gibt hier nur sowas wie „softseater“ und „nicht soft seater“ die halt irgendwie nicht dasselbe kosten, aber keine erste/zweite Klasse. Also genauso wie es bei uns eben  keinen Arbeitslosen, sondern nur einen freigestellten Mitarbeiter gibt.

Souzhou ist bis jetzt gut, sehr gut. Die Sonne scheint, zum ersten Mal kein diesiger Tag, der Frühling zeigt sich, und das in der Stadt der Gärten…ich schau mir gleich nach der Ankunft zwei Gärten an, welche natürlich sofort die Assoziation mit Japan aufzeigen. Nicht nur wegen der Bonsai‘s.und fahre wie in Venedig auf dem Kanal….in dieser sogenannten Wasserstadt.

Habe heute einen alten Anhänger der kommunistischen Partei kennengelernt. Er war früher Dolmetscher und hat auf der Universität chinesische Literatur unterrichtet, des weiteren diverse Delegierte nach Deutschland begleitet. Prof. Yang, ein schlauer Kerl, welcher mit seiner Frau , damals im achten Monaten schwanger,  Amerika besucht hat. Also die Tochter hat jetzt die amerikanische Staatsbürgerschaft….wir schauen uns gemeinsam Souzhou an und erfahre halt dass Taiwain wie die ehemalige DDR zu Deutschland gehört, Taiwan zu China gehört. Und dass sich die Japaner nie für ihre Kriegsverbrechen bei China entschuldigt haben. Und dass China sowieso das größte der Gefühle ist…

Nichts desto Trotz. Diese Kleinstadt ( 16 Millionen ) gefällt. Würde ich weiter empfehlen….

zwei Versionen …

Weiter im Zug zur  »Hure des Orients«

shang    = oben, über

hai         = Meer, See

Ein englischer Missionar klagte damals: »Wenn Gott Shanghai überleben lässt, muss er sich bei Sodom und Gomorrha entschuldigen.« Aber es geht nicht immer so heiß her. Traditionell gilt der Jangtse in China als »Heizlinie«, südlich davon wird nicht geheizt, bzw hilft der Staat nicht mit Heizkostenzuschüssen… kein Schmäh. Der Jangtse wird als willkürliche Grenze hergenommen. Das trifft besonders Shanghai, da es zwar südlich des Jangtse liegt, aber nicht sehr weit, und es auch hier sehr kalt werden kann. Es werden hier Formel-1 Rennen ausgetragen Der Streckenverlauf ist dem Schriftzeichen上 shang aus Shanghai nachempfunden. Und über Shanghai spricht man als den »Kopf des Drachen«, der ganz China bei der Wirtschaftsentwicklung vorangehen soll.

Deng Xiaoping:   Dengs Klassischer Spruch oder Sager : »Egal, ob eine Katze schwarz ist oder weiß, Hauptsache, sie fängt Mäuse.«  Ja das war einer der Initialzündungen in China. Und das ist hier in Shanghai offensichtlich. Hier sind viele Katzen und noch viel mehr Mäuse…..in der .Huating-Straße beweist sich dort die angeborene Fähigkeit der Shanghaier, aus jedem Zentimeter Boden Geld zu holen : So weit das Auge reicht nichts als verführerische und preiswerte Angebote an Kleidung, Ledertaschen, Schuhen, Hüten….. Ich reise noch weiter und hab keinen Platz und auch kein Geld mehr zum shoppen…es wäre alles sooooo billig!

Mindestens so wichtig wie die Gier nach Sex ist die Gier nach Luxus und Konsum, für Wei Hui ( Schriftstellererin ) und für viele andere in Shanghai. Und Mian Mian ( auch Schriftstellerin ) »Ich bin ein Strom von Wasser, zurückgelassen nach dem Regen. Mein Name ist Mianmian. Meine Erzählungen sind keine Autobiografie. Die muss warten, bis ich, die Schreiberin, ganz nackt bin. Das ist, was ich will. «Während Wei Hui sachlich ein neues Shanghaier Leben protokolliert, spielt Mian Mian mit verrückten Bildern: »Himmel und Erde machen Liebe. Ich streichle B. Ein Mann wacht auf, stellt fest, dass sein Penis verschwunden ist und gerade auf der Straße zum Verkauf angeboten wird.« ja das spricht echt für Geschäftssinn…In kleinen Friseursalons sind Fön und Schere nur Fassade, bieten die Masseusen dafür »speziellen Service« auf einer Pritsche im Hinterzimmer. In Karaoke-Palästen können sich Männer Mädchen mieten, die nicht nur singen. Korrupte Kader kehren am liebsten in sogenannten »Duschhäusern« ein, wo man für den Sex sogar eine abzugsfähige Quittung bekommt, diskret ohne Angaben über Details der Dienstleistung.

 

 

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U BAHN

Nur um es zu illustrieren. Die Geschwindigkeit. 1996 wurde die erste U Bahn in  Shanghai gebaut und  hat  mittlerweile das Größte U Bahn Netz der Welt. Und die Skyline so wie sie jetzt da steht wurde auch in 30Jahren hochgezogen….als erstes wurde damals der Fernsehturm ( der mit den Kugeln) gebaut ( 1994 ! )

Die Paten, die Triaden, oder „nur“Korruption….?

Auch andere kommunistische Funktionäre in China sind korrupt. Öffentlich angeprangert und bestraft werden ihre Vergehen aber erst dann, wenn sie in Ungnade gefallen sind. Sonst können Sie lange ihr ( Un ) Wesen   – im wahrsten Sinne des Wortes > treiben <  Man hat als Mann, bewusst so formuliert, das Gefühl als würden wir immer nur drauf warten dem von den Frauen gesponnen Netzwerk zu verfallen, von unserer Gottesanbeterin gefressen zu werden. Widerstandskämpfer wo bist du.

In der Jetztzeit und nicht zur Zeit des Paten von Shanghai..der einen Auftragsmord an 5000 Menschen annahm..

Shanghai:

Es fanden sich auf den Bankkonten des Shanghaier Kommunistenführers 65 Millionen Euro. Er hielt sich elf Mätressen, von denen manche in Villen wohnten, die ihm ein Immobilienhai zur Verfügung stellte. Zudem trieb er es mit Hotelmitarbeiterinnen, die er mit Positionen in der Stadtverwaltung belohnte.

Peking:

1995 wurde der Parteichef der Stadt Peking, Chen Xitong, zu 16 Jahren Haft verurteilt.Im Oktober 2008 wurde er wegen Korruption zum Tode verurteilt. Er war für den Bau der Olympiastätten verantwortlich.Er hielt sich weitere Konkubinen und vergnügte sich mit ihnen außerhalb Pekings in einem »Luxus-Palast«, so die chinesische Presse, den er für diesen Zweck errichten ließ. Seine Skandale flogen auf, als eine der Damen sich und ihn eine Stunde beim Sex filmte und das Band den Behörden übergab. Er war Gefälligkeiten nicht nachgekommen, die er ihr versprochen hatte.

Kunst

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Zhu_Yu_(artist)

ich wollte dazu ein Video verlinken, da hat mich jetzt der Mut verlassen… Etwas anderes …»Shanghai Serenade« (1995) von Regisseur Zhang Yimou / wie Shanghai in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aussah, mit seinen Armen und Reichen, Paten, Gangstern und Prostituierten. Seine jüngeren Filme (» Hero«, »House of Flying Daggers«) sind sowieso grenzgenial…mit Kameraaufnahmen die schier atemberaubend sind. Im Mediamarkt in Salzburg verwenden Sie die Filmmusik um die Qualität ihrer Boxen vorzuführen…eine Szene im Film wo der Schal der Protagonistin diverse Trommeln berührt….einmal gesehen, nie vergessen..

EPILOG

Ich finde …CHINA  fasziniert….. und der Kinderreim / ich bin politisch einmal  unkorrekt – mit > Wer hat Angst vor dem Schwarzen Mann < ist echt neu zu definieren… und vielleicht umzuformulieren…oder umzufärben…. zieht euch warm an……..

..ich bin ja kein so großer Joan Baez Fan …aber ..der musste rein…

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