TOMB RAIDER

PROLOG

Kairos … … der Gott der Gelegenheit. Auf seinem ansonsten kahlen Kopf trägt er auf der Stirn eine Locke. Da muss man ihn packen, sonst geht er vorüber. Wir glauben, dass wir unser Leben in der Hand haben.  Das haben wir nicht.  In Wirklichkeit können wir nur Gelegenheiten ergreifen und müssen den Zufall akzeptieren.

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vor Kambodscha gabs noch eine kurzen Aufenthalt in Chang Mai….

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..und hier weden die Minderheiten von Myanmar importiert und für Thailand Blumen gezüchtet….

Kambodscha

Also die Tour in Kambodscha geht von Siem Reap  nach Sihanoukville ( Las Vegas für die Chinesen )  über Battambong ( Homestay bei einer Familie )  und danach über  die Killing Fields nach Phnom Penh und dann über die Grenze nach Vietnam.

»Es gibt ein paar Orte auf der Welt«, schrieb der 2004 verstorbene Journalist und Schriftsteller Tiziano Terzani, »an denen man stolz darauf ist, der menschlichen Gattung anzugehören. Einer davon ist zweifellos Angkor.«

Angelina Jolie war angereist, um die Anlage als Kulisse für den Film »Tomb Raider« zu nutzen. Seitdem hat sie ein Tattoo in kambodschanischer Schrift, einen kambodschanischen Adoptivsohn namens Maddox und als Ehrenbürgerin Kambodschas einen kambodschanischen Reisepass. In den Bars in der nahe gelegenen Stadt Siem Reap  gibt es jetzt »Angelina Jolie«-Drinks.

Vorweg ein Paar Bilder…

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…..und ein kleines Video….

Armut….

……..bedeutet völlige Hoffnungslosigkeit, vollendete Lethargie, das Gefühl, dass unbekannte Mächte über das eigene Leben bestimmen. Wenn man diese Gewissheit erst mal verinnerlicht hat, kann auch Geld nicht mehr helfen. Menschen, die wirklich in Armut leben, nehmen Geld nicht als eine Möglichkeit wahr, ihr Leben zu ändern. Sondern nur noch als Möglichkeit zur Ablenkung, zum Vergessen. „Geld ist dann mit der Zeit weder das Problem noch die Lösung“….. Hätte ich mal gelesen. Ich könnte Mitgefühl heucheln, doch für mich  sind diese Geschichten doch nur eine weitere Reiseanekdote, ein Eintrag in meinem Traveller-Blog. Der moderne Massentourismus, und ein Internetreisebüro  haben  mich zu ihnen  gebracht, den ganzen weiten Weg –  zu den  Tuktuks…Diese Kluft macht mich oft traurig, einsam . Ich sehe Leid und würde es gern erklären, und im weiteren lindern können. Ich möchte der Reise einen zusätzlichen  Sinn geben. Aber oft  habe ich nur das Gefühl der Ohnmacht, und eigentlich weiß ich nicht so wirklich wie ich mich richtig verhalten soll.

Angespannte Fahrstuhl und Taxifahrer-Konversationen sind hier völlig unbekannt. Man kann  sich ganz entspannt dem asiatischen  Kennenlern-Gespräch hingeben,…in einem Tuktuk.

THOTOR aus Siem Reap

Auf mehr als zweihundert Quadratkilometern verteilen sich in der Region Angkor um die tausend historische Stätten und Tempel. Da macht es schon Sinn wenn man den Beruf eines Tuk Tuk Fahrers wählt. Ich bin zwei Tage mit Tothor unterwegs und er bringt mich großartiger Weise zu den besten Zeiten, an die Orte, wo gerade eben noch nicht die Massen unterwegs sind, denn es kommt der Flieger aus China 6 x am Tag alleine nur hierher. Ein Flughafen etwas größer als der von Salzburg. Und sie sind nicht zu übersehen und überhören die Chinesen. Sie treten auch immer in Gruppen auf und jeder braucht sein Selfie vor den diversen Sehenswürdigkeiten. Tothor hat sich selber Englisch beigebracht und meint, er komme  jetzt um das Chinesisch lernen nicht herum. Er hat Familie, eine Tochter Jasmin, nach dieser hat er seine nun neu gegründete Firma genannt, und die will versorgt werden. Er hat in einen Luxus, zusammen mit drei anderen investiert um auch illustre Kunden betreuen zu können.. Am zweiten Tag werde ich um 5:00 nicht mit dem Tuk Tuk abgeholt, er will mich überraschen und ich habe den Luxus eines klimatisierten Autos…

Tothor möchte nicht nur Fahrer sein –er möchte dazu beitragen, dass seine Fahrgäste erfassen, was sie sehen. »Ich lese viele Bücher und lasse mir viel erzählen, damit ich mein Wissen über die Tempel, über die Architektur und die Geschichte, an meine Kunden weitergeben kann. Eines Tages möchte er lizenzierter Fremdenführer in Angkor Wat werden.« »Ich liebe das Tuk-Tuk-Fahren«, »aber es ist nicht immer leicht. Es gibt mehr und mehr Fahrer. Mittlerweile gibt es mehr von ihnen als Touristen, und viele streiten erbittert um jeden Kunden. Sie kämpfen an Busstationen und sie kämpfen an Kreuzunge  Er hat einen ruhigen Stellplatz gefunden. Dort wartet er auf Touristen  Es wird jedes Jahr mühsamer. Als Führer, so hofft er , kann er regelmäßigeres und besseres Geld verdienen. Aber zuerst müsse er lernen. Das sei ein weiterer Grund, weshalb er Tuk-Tuk-Fahrer geworden sei: Er kann sich den Tag einteilen und hat  Zeit, sein Wissen über Angkors Geschichte zu vertiefen und sein Englisch zu verbessern und jetzt chinesisch zu lernen. Ein guter Führer wisse über jedes Detail der Tempel Bescheid und verfüge über die Fähigkeit, Geschichte für Leute unterhaltsam zu machen. So seine Meinung.  Um die viertausend US-Dollar kostet so eine Ausbildung. Die Führer sind berechtigt, eine beige Uniform zu tragen und Touristen durch die Haupttempel zu führen, während Tuk-Tuk-Fahrer wie Tothor  vor den Toren warten müssen, bis die Touristen ihre Rundgänge beendet haben. Als Tuk-Tuk Fahrer darf er nicht rein  – er braucht einen Ausweis…. Seine Organisation die er sich mit seiner Frau aufbauen will hat einen Namen..  > Angkor Jasmine Tour Package <

Ich finde ja dass Politik beim Reisen immer eine schwierige Sache ist. Zeitweise gleitet dann das Gespräch in so verdammt persönliche Missempfindungen ab, aber es ist halt auf der anderen Seite schon nicht uninteressant und wie ich finde auch nicht unerheblich über die politische Situation des bereisten Landes etwas Bescheid zu wissen. Seit ca 32 Jahren regiert hier ein Mann. Ich habe von Kambodscha aber so was von keine Ahnung…

TRATRA aus Kampot

Er wurde von seiner Tante aufgenommen. Seine Eltern sind beide innerhalb kürzester Zeit an HIV im Jahr 2000 gestorben. Nachdem er sich als Kind und Jugendlicher das Geld mit den Kokosnüssen welche er von den Bäumen holte verdient hat, wurde er Koch. So Geschichten wie, „soviel Hühner wie ich zum kambodschanischen Neujahr umgebracht habe, das kannst du dir gar nicht vorstellen-und ich das alles als Buddhist“. Und lacht dabei über das ganze Gesicht. Tratra , das ist sein Name, sparte sich alles Geld und kauft sich ein altes Moped und bastelt sich sein eigenes Tuktuk. Mit dem verdienten Geld wird weiter investiert. Er nimmt Englisch und Französisch Stunden und ist jetzt Tour Guide bei Stray Travel. Dann sein Verhältnis zu den Vietnamesen Er unterstellt ihnen, dass sie sich Kambodscha einverleiben wollen und ständig Grenzpfosten verschieben. Und mit dieser Meinung steht er nicht alleine da.

Endlich eine Möglichkeit Trent Reznoir mit seinen NIN unterzubringen. Der übrigens auf Europa Tour ist.

Tomb Raider …..NIN  Soundtrack… 

DEEP SONGTEXT

Blank stareDisrepairThere’s a big black hole gonna eat me up someday

Someday fades awayLike a memoryOr a place that you’d rather be

Some place, lost in spaceItch in my head, that’s telling me somewhere

Somewhere, out there, anywhereI don’t care, get me out of here

If I could feelAll the pins and the pricks

If you were realI could take what’s apartAnd put it back together

This will come true         Help me get through          Into you

Dig deep, dig deep, dig deep, dig deep

All I can doDriving me throughInto you

Dig deep, dig deep, dig deep, dig deep

One trackGot you on your backYour skin speaks up

But your lips couldn’t say itRight now I know somehow

We could take the chanceAnd we could make it

Make itRight here make it all disappear

Everything that we’ve been missingMissingYou make me feel

That there’s a part of meThat I want to get back againMake this come true

Help me get through         Into you

Dig deep, dig deep, dig deep, dig deep

All I can do   Pushing it through      Into you

Dig deep, dig deep, dig deep, dig deep

All I can doDriving on throughInto you

Dig deep, dig deep, dig deep, dig deep

You’re slipping through I’m coming toInto you

Dig deep, dig deep, dig deep, dig deep

We could become     Two into one

Leave this behindOver and doneEverything newI’m getting throughInto you

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…und manchmal braucht man Geduld….

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Minen

Eine Explosion. Es liegt einer der Arbeiter verletzt zwischen den Bäumen. Das Problem: Kein Sanitäter kann zu ihm gelangen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Minen.

Minen und Blindgänger verletzten oder töteten zwischen 1980 und 2012 fünfundsechzigtausend Menschen. Damit liegt Kambodscha weltweit auf Platz eins. Von 1975 an herrschten die Roten Khmer, die von vietnamesischen Truppen 1979 bis hinter die thailändische Grenze zurückgedrängt wurden. Ihre Hauptkampfmittel waren nicht Panzer sondern die vergleichsweise günstigen Minen. Alle Parteien verlegten Landminen entlang der sich ständig verschiebenden Fronten. In der zweiten Hälfte der Achtziger verlegten die Vietnamesen an der Grenze zu Thailand den wohl dichtesten Minengürtel der Welt: den »Bambusvorhang«. Ein bis dreitausend Minen pro Kilometer –auf tausend Kilometern Länge.Ende der neunziger Jahre waren es jährlich noch mehrere tausend, zuletzt hingegen nur noch drei Tote pro Tag. / Laut anderen Berichten > nur < 1Toter pro Tag .

 

The Secret War in LAOS 

Die netten und sauberen Amis und die roten Khmer.

Richard Nixon  und sein Außenminister  Henry Kissinger, versuchten Kambodscha von der FNL ( kommunistische Vietnamesen in Kambodscha ) militärisch zu säubern. Indem sie den Krieg gegen das kommunistische Nordvietnam und den Vietkong auf kambodschanischen Boden ausdehnten, opferten die USA die Integrität des letzten unabhängigen Staates  Indochinas. Ihre mit der Operation MENU  beginnenden Flächenbombardements forderten mindestens 200.000 Menschenleben, vornehmlich unter Zivilisten, und trugen dazu bei, einen großen Teil der Bevölkerung in die Arme der Roten Khmer zu treiben. Von amerikanischen  B-52Flugzeugen wurden vom 4. Oktober 1965 bis 1973 doppelt so viele Bomben über Kambodscha abgeworfen wie über Japan während des gesamten  Zweiten Weltkrieges. Dass Vietnamesen und Amerikaner ihren Krieg nach Kambodscha trugen, erklärt den nationalistischen und hasserfüllten Kurs der Roten Khmer zu einem gewissen Teil. (  Teilweise aus Wikipedia )

Killing Fields

Bis heute wurden etliche  Massengräber  mit insgesamt ca. 1,39 Millionen Leichnamen im Land entdeckt, ausgegraben und ausgewertet. Diverse Studien differieren in ihrer Einschätzung der Gesamtopferzahlen bis zu 3.000.000. Die meisten bewegen sich zwischen 1,4 Millionen und 2,2 Millionen, wobei als Todesursache zur einen Hälfte Hinrichtungen (so durch Erschießen, Erschlagen, Enthauptung mit Feldhacken und Ersticken mittels Plastiktüten; Kleinkinder wurden an Bäumen zerschmettert) und zur anderen Hälfte Tod durch Nahrungsmangel und Krankheiten angenommen wird. Um Munition zu sparen, wurden die Todgeweihten in diesem Exekutionszentrum nicht erschossen, sondern mit Eisenstangen, Äxten oder ähnlichem erschlagen.

Es ist davon auszugehen, dass die Khmer-Guerilla in ihrem Kampf gegen die vietnamesische Besetzung und die anschließend gewählte Regierung auch durch verdeckte Waffenlieferungen von westlicher Seite unterstützt wurden. So setzten sie beispielsweise Panzerabwehrwaffen der westdeutschen Firma  MBB  im Kampf gegen die Regierungstruppen ein. Darüber hinaus ist bekannt, dass die Roten Khmer und ihre Verbündeten vom britischen  Special Air Service  im Umgang mit  Landminen und anderen Waffen geschult wurden. Die von den Guerillas verlegten Minen stellen noch Jahrzehnte später ein beträchtliches Problem für die Bevölkerung dar. Bis zum Jahr 2007 waren etwa 15 % der Kambodschaner durch Unfälle mit Landminen betroffen.

das sind die scharfen KANTEN einer Baumrinde mit denen den Menschen die Kehle durchgeschnitten wurde,…Patronen sparen…

Prozess

Ein Prozess wurde nur für Angehörige der obersten Führungsriege angestrebt, da zu viele Politiker des heutigen Kambodscha, wie z. B. der derzeitige Ministerpräsident Hun Sen, auf eine rote Vergangenheit blicken. Auch ist die Zeitspanne, die Gegenstand der Verhandlungen ist, auf die Eroberung und den Fall der Hauptstadt begrenzt, da sonst eventuell auch die USA, China, Vietnam und vielleicht sogar die Vereinten Nationen auf der Anklagebank sitzen müssten. Und die USA den Prozess auch nicht finanziell unterstützen wollten. Warum wohl?

Kann man Geschichte aufarbeiten und bewältigen? Kann man sie durch Den Haag Prozesse entschärfen  wie eine Landmine ? Kann man Wahrheit finden? Ich getraue mir nach dieser Reise kein Urteil mehr zu. Und die saubere USA haben bei mir einen Gesichtsverlust sondergleichen hinterlassen. Wie kann man nur so eine reine Weste vermitteln und so viel Dreck am Stecken haben? Medien seid wachsam.

Der Historiker Edward Hallett Carr schrieb, Geschichte sei eine Sammlung gesicherter Fakten, die dem Historiker bereitstünden wie Fische auf dem Tisch eines Händlers. »Der Historiker sammelt sie, nimmt sie mit nach Hause und kocht und serviert sie, auf welche Art auch immer es ihm gefällt.« Eine Fischsuppe der Geschichte. Nicht schlecht oder ? Soll eine Prise CIA dabei sein? Oder lassen wir es lieber weg. Es  beschleicht einem oft das Gefühl, dass die Geschichte zwar aufbereitet wird, dass sie aber ihrer widersprüchlichen und verwirrenden Wahrheiten beraubt wird und als leicht  leicht verdaulicher Brei serviert wird. Fischsuppe ohne CIA…Man macht sich die Geschichte schmackhaft.

Kiang Gueck Euv, alias Duch. Er war von 1975 bis 1979 Kommandant des Vernichtungslagers S-21 in Phnom Penh, in dem über 12 000 Menschen gefoltert wurden, um danach auf einem Feld außerhalb der Stadt erschlagen und in Massengräbern verscharrt zu werden. Duch : der einzige der Folterer der jemals verurteilt wurde, verbunden  mit den Verbrechen der Khmer Rouge wie  Adolf Eichmanns mit den Gräueln der Nazis. Die Opfer in seinem Gefängnis wurden von den Wachen als lebende Tote angesehen. Während dieses „sozialen Experiments“  starb in kaum mehr als drei Jahren ein Viertel der Bevölkerung. Zuletzt war Polpot später paranoid dass er eigentlich eine Art Selbstauflösung des Regimes betrieb. Durch diese Foltern wurden unzählige Menschen in den eigenen Reihen als Verräter diffamiert, sodass die eigene Organisation sich bis auf ein Viertel der ursprünglichen Anzahl selbst umgebracht hat.

Die Vorstellung, dass Duch genauso ist wie wir, dass auch er eine Mutter hat, dass Eichmann und Göring Familienfeste feierten, dass auch wir zu dem imstande sein könnten, wozu diese imstande waren , ist nach wie vor beängstigend. Sich immer damit zu retten dass unter den harmlosen, ja mitunter höflichen Auftreten von diesen Personen sich immer ein Kranker versteckt, ein Irrer, ein geborener Verbrecher hilft nicht mehr wirklich.  Während dieser Reise durch Südamerika und jetzt Asien – es ist einfach nur erschreckend wiederholt zu erfahren,  zu welchen Greueltaten wir Menschen fähig SIND! Aber Gott sei Dank gibt es die Amerikaner…

Und ich muss es dreimal lesen, und viermal höheren bis ich endlich ein bisschen was von den politischen Entwicklungen hier kapiere. Und wahrscheinlich mache ich noch einige Fehler….. Für Tratra sind Vietnamesische Frauen GIFT. nachdem 1979 Pol Pot und das Regime zurückgedrängt werden konnte. Soweit ich verstanden habe durch eine Kombination aus ehemaligem König, ehemaligem Obersten Militär und den Vietnamesen. Aber diese neue Regierung wurde im Westen nicht anerkannt. Sie alle und hatten nach wie vor Angst Vietnam und der Kommunismus würde sich ausbreiten und somit hätten die roten Khmer nach wie vor einen Sitz bei den Vereinten Nationen ….trotz der Massenmorde. Es war besser für die westliche Wertegemeinschaft die röten Khmer zu unterstützen- den die bringen sich ja nur selber um, und die Vietnamesen stellen evtl. Eine zukünftige Bedrohung dar.

 DAS ALL UND DAS NICHTS

das meiste eine Art Zusammenfassung aus dem Buch von Stefan Klein mit eben diesem Titel – Das All und das Nichts

Sage ich das Wort Nichts, schaffe ich etwas, das in keinem Nichtsein Raum hat.

Viele Philosophen sagen, dass wir alle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, aber natürlich unbemerkt, in einer Simulation leben, mit der eine »posthumane Zivilisation« uns überlistet: die MATRIX….

Warum es überhaupt etwas gebe und nicht einfach nichts sei, wurde der New Yorker Philosoph Sidney Morgenbesser einmal gefragt. »Ich sage Ihnen den Grund«, antwortete dieser. »Wenn nichts wäre, würden Sie sich trotzdem beklagen.«

Die Leere nimmt Form an, weil Teilchen, die selbst weder Gestalt noch Ausdehnung haben, eine Beziehung miteinander eingehen. Die Energie der Bindung von Elektronen und Atomkern zum Beispiel steckt in den Photonen, die beide zusammenhalten. Und wie Einstein die Menschen gelehrt hat, entspricht jeder Energie eine Masse. Geistern, die sich verbinden, wächst Masse zu. Die mit Abstand stärksten Bindungen wirken im Atomkern. Dort pendeln Gluonen, »Klebeteilchen«, zwischen den Quarks –so, wie die Photonen zwischen dem Atomkern und den Elektronen vermitteln. Bei der Explosion einer Atombombe wird ein Teil der enormen Energie der Gluonen entfesselt.

Wie aber kommen Teilchen, die keine Ausdehnung haben, zu ihrer Masse?

Was die Teilchenphysiker entdeckten, war, dass im Vakuum gar keine absolute Leere herrscht. Das Nichts ist vielmehr von einem Etwas erfüllt, das die Physiker nach einem schottischen Kollegen das Higgs-Feld oder kurz Higgs nennen. Das Higgs verhält sich anders als alles, was wir kennen. Es ist für das Licht völlig durchlässig, formlos, nicht direkt nachweisbar und doch allgegenwärtig.

Als die Genfer Physiker der Weltöffentlichkeit ihren Erfolg verkündeten, war in den Nachrichten zumeist nicht von einem Feld, sondern von der Entdeckung des »Higgs-Teilchens« die Rede. Higgs-Teilchen sind so etwas wie die Flocken im Schneefeld: Eine winzige Struktur in der einförmigen Weite, die man –im Gegensatz zum Feld selbst –nachweisen kann. Eben das ist am Cern gelungen.

Haben sich die Kosten von mehr als zehn Milliarden Euro gelohnt? Die Entdeckung des Higgs-Teilchens anhand charakteristischer Spuren seines Zerfalls gab den Theoretikern recht.

Aufgrund dieses Textes muss ich noch einmal Nick Cave …alternatives Video…. zitieren.. und übrigens er ist am 28. Juni auf der Burg Clam…und ich auch…Ich finde diesen Text nach wie vor genial , da über das Higgs Teilchen –  über die Geburt des Rock Roll durch Robert Johnson – ein Song komponiert wurde und beides in mehreren Atemzügen ( wie soll es bei einem Lied auch anders sein ) genannt wird

Jetzt wiederhole ich mich  zwar. aber das soll ja öfters vorkommen…

HIGGS BOSON BLUES SONGTEXT

Can’t remember anything at all
Flame trees line the streets
Can’t remember anything at all
But I’m driving my car down to Geneva
I been sitting in my basement patio
Aye it was hot up above
Girls walk past, the roses all in bloom
Have you ever heard about the Higgs Boson Blues?
I’m going down to Geneva, baby
Gonna teach it to you
Who cares? Who cares what the future brings? Black road long and I drove and drove
And came upon a crossroad
The night was hot and black
I see Robert Johnson with a 10-dollar guitar
Strapped to his back looking for a tomb
Well here comes Lucifer with his canon law
And a hundred black babies running from his genocidal jaw
He got the real killer groove
Robert Johnson and the devil, man
Don’t know who is gonna rip off who
Driving my car, flame trees on fire
Sitting and singing the Higgs Boson BluesI’m tired, I’m looking for a spot to drop
All the clocks have stopped
In Memphis now in the Lorraine Motel
It’s hot, it’s hot – that’s why they call it the Hot Spot
I’ll take a room with a view
Hear a man preaching in a language that’s completely new
Making the hot cocks in the flophouse bleed
While the cleaning ladies sob into their mops
And a bellhop hops and bops
A shot rings out to a spiritual groove
Everybody bleeding to that Higgs Boson BluesIf I die tonight, bury me
In my favorite yellow patent leather shoes
With a mummified cat and a cone-like hat
That the caliphate forced on the Jews
Can you feel my heartbeat?
Can you feel my heartbeat?

…und jetzt muss doch crossroads von den Cream kommen da der Bezug zu Robert Johnson ja da ist…sie spielen die Nummer live ziemlich schnell..

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….auf das letzte Foto gehe ich kurz ein. Hier habe ich der Mutter gesagt dass sie eine wunderhübsche Tochter hat, aber warum sie so traurig ist. Die Antwort war erschütternd. Sie hat gemeint ihre Tochter sei nicht schön sonder häßlich weil sie schwarz ist……

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Elektronen sind Skifahrer, Quarks Wanderer, Photonen Vögel –die Ersten kommen im Higgs-Feld schnell, die Zweiten langsam, die Dritten völlig ungehindert voran. Dementsprechend haben Elektronen eine kleine, Quarks eine große, Photonen gar keine Masse. Nur weil es sich so verhält, kann es stabile Materie geben. Aber das Higgs selbst ist keine Materie, sondern eine Hervorbringung des Vakuums. Diese Behinderung durch das Vakuum erleben wir als Masse. Nur ihretwegen können sich im Kosmos Formen bilden. Die teuren Genfer Experimente haben uns gelehrt: Wir verdanken unser Dasein einer Laune des Nichts.

Gottfried Wilhelm Leibniz hätte an diesen Entdeckungen seine Freude gehabt. »Warum gibt es eher Etwas als Nichts?«. Die Frage, warum die Welt überhaupt existiere, sei »die erste Frage, die man mit Recht stellen darf«, schrieb er. Und diese Frage aller Fragen ließ ihn sprachlos zurück. »Denn das Nichts ist einfacher und leichter als irgendetwas.«

Leibniz allerdings konnte sich das Nichts nur als völlige Leere vorstellen. Ihm entging, dass es sinnlos ist, über solch eine Abwesenheit von allem nachzudenken. Denn in diesem Fall muss man stillschweigend voraussetzen, dass irgendetwas existiert, das fehlt. Schon die Definition ist demnach widersprüchlich in sich. Ein allumfassendes Nichts, wie Leibniz es sich dachte, wäre wie ein von Einhörnern bewachtes Universum ohne Einhörner.

Fast 85 Prozent des Kosmos bestehen aus einer völlig unbekannten Substanz. Anders gesagt: Ganz gleich, in welche Richtung am Himmel wir blicken, da ist mindestens fünfmal mehr, als wir sehen. Mehr was? Wir haben keine Idee. Das unbekannte Etwas hat sich bisher jeder Untersuchung entzogen.

In einem Weltraum von unendlicher Tiefe schließlich wäre der gesamte Himmel von Sternen bedeckt. Ein solcher Himmel strahlte so hell wie die Sonne. Die Nacht verrät uns also, dass der Kosmos, den wir sehen, endlich sein muss. Denn wenn das Universum irgendwo aufhört: Was, bitte, liegt dann jenseits der Grenze?

Auch die Unendlichkeit übersteigt unser Fassungsvermögen. So oder so mühen wir uns, die Realität zu begreifen.

Wir sehen endlich viele Sterne, keinen lückenlos erleuchteten Himmel. Einen solchen könnten wir nur erblicken, wenn das Licht unendlich vieler Sterne zu uns gelangte. Ob es unendlich viele Sterne gibt, wissen wir zwar nicht. Aber selbst wenn es sie gäbe, könnten wir sie nicht alle sehen, weil das Universum nicht ewig bestand: Die Strahlung der am weitesten entfernten Himmelskörper hatte einfach nicht genug Zeit, um zur Erde zu gelangen.Nach den neusten Daten liegt der Urknall 13,8 Milliarden Jahre zurück, deswegen können nur Sterne am Nachthimmel leuchten, deren Licht uns in 13,8 Milliarden Jahren erreichen konnte.

Ein Universum mit Außengrenzen lässt sich noch nicht einmal denken. Heißt das, wir leben in einem unendlichen Kosmos? Nicht unbedingt. Es wäre sehr gut möglich, dass wir in einem gekrümmten dreidimensionalen Raum leben, ohne es zu bemerken.Wäre das Universum ein Ozean, so bekämen wir demnach noch nicht einmal einen Tropfen davon zu Gesicht. ein unendlich großes, gleichförmiges Weltall würde nicht nur die Einmaligkeit der Menschheit und ihrer Geschichte zunichtemachen. Es ließe überhaupt keine Einmaligkeit zu! In einem solchen Kosmos existiert zwangsläufig nicht nur auf unendlich vielen Welten Leben. Es könnten sich dort auch mehrere Planeten herumtreiben, auf denen es ein verregnetes Land in nördlichen Breiten gibt, dessen Bewohner sehr stolz auf ihr Bier und auf ihre Autos sind. Ein unendliches Universum kann sogar unendlich viele solche Planeten enthalten. Natürlich macht uns die Vorstellung irre, jeder Mensch könnte unendlich oft existieren. Giordano Brunos Lehre von einem unendlichen, mit unendlich vielen Planeten gefüllten Weltall war nichts weiter als die wilde Spekulation eines Ketzers zu vorwissenschaftlichen Zeiten. Wenn es nur einen Planeten gab, der Leben entwickeln konnte, hatte es so gut wie keine Chance. So musste Monod unsere Existenz als die Folge eines Betriebsunfalls verstehen. Da das sichtbare Universum mindestens 100 Milliarden Galaxien umfasst, kommt man auf die enorme Zahl von 10 hoch 22, das sind zehntausend Milliarden Milliarden, Planeten. Und das sind nur die Himmelskörper in dem winzigen Teil des Universums, den wir einsehen können. Die uns verborgenen Teile des Kosmos müssen noch weitaus mehr Planeten enthalten. Intelligentes Leben ist nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich.

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Anfkor-9986Anfkor-5517EPILOG

in eigener Sache …komisch… da  das ja alles  mein Ding ist.. also : Persönliches wird auf dieser Plattform in Zukunft nicht mehr stattfinden…..sprich es werden keine Befindlichkeiten mehr gepostet, sondern nur mehr gedacht……..aber ich möchte mich bedanken dass ihr mich bisher begleitet habt…. eine Art  Reisebericht wird wahrscheinlich auf weiteres bleiben.

DANKESCHÖN

Christian

6 Gedanken zu “TOMB RAIDER

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